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Müller erfuhr im Flugzeug von seiner Auszeichnung © APA (dpa)

Nicht David Villa und auch nicht Wesley Sneijder, sondern der Endspiel-"Zuschauer" Thomas Müller hat sich zum Torschützenkönig

Nicht David Villa und auch nicht Wesley Sneijder, sondern der Endspiel-"Zuschauer" Thomas Müller hat sich zum Torschützenkönig der 19. Fußball-WM gekürt. Nachdem den beiden Finalisten am Sonntag zum Abschluss in Johannesburg ihr jeweils sechster Streich nicht gelungen war, erfuhr der WM-Dritte hoch über dem Kontinent in 11.500 m Höhe auf dem Rückflug nach Deutschland vom Gewinn seines Titels.

"Für mich ist das eine Super-Bestätigung für die Arbeit in dieser Saison. Es freut mich, dass ich so einen Superlauf hatte", sagte der 20-Jährige noch immer frisch und locker. Bei ebenfalls fünf Treffern brachten ihm seine drei Assists den "Goldenen Schuh" und dazu auch noch die Auszeichnung des "Jungstars". Er werde die kommenden paar Wochen keinen Ball berühren, sondern sich erstmals auf die faule Haut legen.

Der WM-Aufsteiger sah nach dem 3:2-Kampfsieg im "kleinen Finale" gegen Uruguay so aus, als ob er noch bereit wäre für ein paar Kicks in südafrikanischen Townships. "Von der Kraft ging's", meinte der Offensiv-Spieler und sorgte damit ebenso für Erstaunen wie mit der Selbsteinschätzung der WM-Darbietung. "Da kann man einigermaßen zufrieden sein. Aber es ist ja noch ausbaufähig", sagte er und musste selbst darüber ein bisschen schmunzeln.

Kein Lächeln kommt auf, wenn er an das Halbfinale denkt. Ein Trost sei Rang drei nicht wirklich. "Natürlich hast du nach dem Spiel ein positives Gefühl. Trotzdem bist du im Halbfinale rausgeflogen. Jetzt sind wir alle noch einigermaßen zufrieden nach Hause gegangen. Wir packen es halt das nächste Mal", meinte Müller.

Südafrika 2010, Müller und die Deutschen wird man im Fußball in Erinnerung behalten. "Das ist gut für uns und ganz Deutschland. Und vielleicht für den Rest der Welt, der sah, dass wir nicht mit Zufall hier eine gute WM gespielt haben", sagte Müller.

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