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Salzburg soll bestes Spielermaterial haben © APA (Archiv/Neubauer)

Die Trainer der österreichischen Fußball-Bundesliga sind sich weitgehend einig: Titelverteidiger Red Bull Salzburg ist auch in

Die Trainer der österreichischen Fußball-Bundesliga sind sich weitgehend einig: Titelverteidiger Red Bull Salzburg ist auch in der kommenden Saison der große Favorit auf die Meisterschaft. Das geht aus der traditionellen Trainerumfrage hervor, die die APA unter den zehn Betreuern durchgeführt hat. Als erste Herausforderer werden wie im Vorjahr die beiden Wiener Großclubs Austria und Rapid gesehen.

Gleich vier Trainer nannten die Salzburger als klaren Favoriten - neben deren Coach Huub Stevens auch Franco Foda von Sturm Graz, Wr. Neustadts Peter Schöttel und Kapfenbergs Werner Gregoritsch. Nicht so deutlich festlegen wollten sich Franz Lederer, Paul Gludovatz, Helmut Kraft und Walter Kogler, die einen Dreikampf der Topclubs erwarten. Lediglich Austria-Trainer Karl Daxbacher setzte auf seine eigene Mannschaft, sein Widerpart Peter Pacult von Rapid auf "denselben Favoritenkreis wie im Vorjahr".

"Normal muss Salzburg Meister werden, denn sie haben noch einmal aufgerüstet", erklärte Foda. Der Sturm-Trainer erinnerte vor allem an die finanzielle Überlegenheit des Budgetkrösus aus der Mozartstadt. "Die sind in der Lage, Ablösesummen zu zahlen, die bei einigen Mannschaften das Jahresbudget für den Profibetrieb ausmachen", betonte der Deutsche, der sein Team in der Vorsaison auf Platz vier und zum Cupsieg geführt hatte.

Die Grazer haben allerdings einige Topspieler abgegeben, zählen nicht mehr zum engsten Favoritenkreis. "Das Rennen werden sich erneut in erster Linie Salzburg, dann Rapid und die Austria ausmachen", prophezeite LASK-Coach Kraft. Die Salzburger befinden sich auch in der Pole Position, weil sie sich in der Sommerpause noch einmal qualitativ verstärkt haben. "Den Abgang von Marc Janko werden sie sicher kompensieren können", meinte Daxbacher. "Ich rechne auch damit, dass sie noch den einen oder anderen Neuen holen." Ein Stürmer soll beim Meister auf der Wunschliste stehen.

"Wir haben uns sowohl von der Qualität als auch der Quantität mit Austria Wien am meisten ergänzt - und hoffentlich auch verbessert", sagte Meistermacher Stevens. "Wir sind nach der Vorbereitung sicher einen Schritt weiter als in der letzten Saison." Da hatten sich die Salzburger ihren dritten Titel in vier Jahren erst in der letzten Runde im Fernduell mit der Austria und Rapid gesichert, hatten zuvor aber auch mit sechs Siegen als überlegener Gruppensieger in der Europa League für Furore gesorgt.

Der Großteil der Trainer traut es den ÖFB-Clubs zu, an die Europacup-Erfolge des Vorjahres anzuschließen, als gleich vier Clubs in die Europa-League-Gruppenphase eingezogen waren. "Absolut, warum nicht? Die Clubs haben die Qualität", versicherte Stevens. "Man braucht aber auch das nötige Glück in der Auslosung - vor allem in der vierten Runde, wenn man nicht mehr gesetzt ist", erinnerte Foda. Dass alle vier ÖFB-Vertreter die Quali überstehen, sollte nicht angenommen werden. "Ich gehe aber davon aus, dass auch heuer zumindest ein Club sehr weit kommen wird", sagte Lederer.

Mit dem Abstiegskampf will möglichst keiner der Befragten etwas zu tun haben. "Ich glaube, dass es für viele Mannschaften eng wird - vier fünf werden um den Klassenerhalt kämpfen müssen", meinte Gregoritsch, der als Minimalziel für seine Kapfenberger Platz neun ausgab. Aufsteiger Wacker Innsbruck will sich endgültig wieder in der höchsten Spielklasse etablieren. "Wir wollen am Ende nicht zittern müssen", versicherte Trainer Kogler.

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