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Mit Arnautovic holte Werder ein schwieriges Talent © APA (dpa)

Thomas Schaaf, Chefcoach des deutschen Fußball-Cupfinalisten Werder Bremen, ist dafür bekannt, dass er Spieler in der

Thomas Schaaf, Chefcoach des deutschen Fußball-Cupfinalisten Werder Bremen, ist dafür bekannt, dass er Spieler in der Öffentlichkeit nicht kritisiert. Aber im Fall Marko Arnautovic platzte ihm am Sonntagabend während einer Übungseinheit im Trainingslager der Kragen. "Du bewegst dich nicht. Das ist zu wenig. Das können wir nicht gebrauchen", brüllte Schaaf laut "Weser Kurier" den ÖFB-Legionär an.

Der 22-Jährige, der im heurigen Sommer von Inter Mailand für geschätzte 6,2 Millionen Euro an die Weser gewechselt war, aber Twente Enschede gehört hatte, nahm die lautstarke Schelte auf der ostfriesischen Insel Norderney gelassen entgegen. Er habe seinem neuen Chef, ohne ihm in die Augen zu sehen, den Rücken gekehrt, sich den Schweiß von der Stirn gewischt und sei aufrechten Schrittes von dannen gezogen. Eine halbe Stunde nach dem Zwischenfall meinte Arnautovic zum Reporter: "Es ist nichts Schlimmes passiert, nur ein Stellungsfehler."

Spätestens jetzt wissen auch der SV Werder und seine Verantwortlichen, dass der Wiener nicht nur über außerordentliche fußballerische Anlagen verfügt, sondern charakterlich auch ein schwieriger Typ ist. Der Gescholtene mag zweifellos Qualitäten und Potenzial haben, aber aktuell fehlen ihm noch ein paar Grundlagen. "Bei Marko ist es wichtig, dass man ihn auf einen guten Fitnessstand bringt", erklärte Schaaf.

Seine "großartigen Fähigkeiten" sehe man, "aber er muss auch die Kraft und die Kondition dafür haben. Daran arbeiten wir." Diese Sätze hatte der Trainer laut "Weser Kurier" nur wenige Stunden vor dem Rüffel für Arnautovic gesprochen.

Das erste Testspiel im Werder-Dress verlief für Arnautovic erfolgreich. Beim 6:1-(3:1)-Erfolg am Dienstagabend gegen KFC Uerdingen traf er in der 25. Minute zum 2:0. Arnautovic spielte wie Prödl bis zur Pause.

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