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Der 23-Jährige hat seine Stammplatz © APA (Schalber)

Nach dem Ausfall von Ragnvald Soma ist Mario Sonnleitner die Nummer eins in der Innenverteidigung von Fußball-Rekordmeister

Nach dem Ausfall von Ragnvald Soma ist Mario Sonnleitner die Nummer eins in der Innenverteidigung von Fußball-Rekordmeister Rapid. Der von Sturm Graz gekommene 23-Jährige lebte sich schnell bei den Hütteldorfern ein und darf sich nun vorerst als Lohn für eine gute Vorbereitung über einen Stammplatz freuen.

"Ich habe mich sehr gut eingefügt, schnell Anschluss gefunden. Die Spieler haben mich gut aufgenommen. Und ich habe von Beginn an versucht, das Beste zu geben", betonte Sonnleitner, der seinem ersten Pflichtspiel in der Europa-League-Qualifikation am Donnerstagabend gegen den FK Suduva Marjampole entgegenfieberte.

Zudem genießt der neue Rapid-Abwehrspieler auch das nötige Vertrauen von Coach Peter Pacult. "In der Vorbereitung hat es in der Innenverteidigung mit Soma und Sonnleitner sehr gut funktioniert", lobte der Rapid-Coach. Durch die Knöchelverletzung von Soma heißt Sonnleitners Nebenspieler nun aber zumindest in den nächsten fünf Wochen Jürgen Patocka oder Hannes Eder. Für den Ex-Grazer ist das kein Problem. "Je länger man zusammenspielt, umso besser ist es. Aber bei uns sind alle sehr gut geschulte Verteidiger auf einem hohen Niveau", sagte Sonnleitner.

Als neuer "Abwehrchef" der Wiener sieht sich der frühere ÖFB-Nachwuchs-Teamspieler trotz der derzeitigen Situation nicht. "Wichtig ist, dass alle Spieler Verantwortung übernehmen", meinte Sonnleitner. Er werde jedenfalls versuchen, seinen Part beizutragen. Trotz seines jungen Alters hat Sonnleitner bereits 128 Bundesligaspiele hinter sich, in der vergangenen Saison stand er für die "Blackys" in 43 Pflichtpartien auf dem Feld. "Er hat für sein Alter viel Erfahrung, ist eine starke Persönlichkeit und einer der schnellsten Verteidiger in der Bundesliga. Er ist eine Verstärkung vom ersten Tag weg", setzt auch Sportdirektor Alfred Hörtnagl große Hoffnungen in den 23-Jährigen.

Der Steirer hat den Wechsel von Graz in die Bundeshauptstadt gut verkraftet, bei seinem neuen Club auch keinen "Kulturschock" erlitten. "Das Training ist sehr intensiv, wir haben aber auch bei Sturm unter Franco Foda intensiv trainiert", meinte Sonnleitner. Die Unterschiede zwischen Sturm und Rapid seien aber auch unabhängig vom Trainer ("Jeder Trainer hat eine andere Persönlichkeit") natürlich gegeben. "Wien ist viel größer, es gibt mehr Zuschauer, die eine große Stärke des Vereins sind und die Erwartungshaltung ist eine ganz andere", betonte Sonnleitner.

Am 33. Meistertitel oder 15. ÖFB-Cupsieg der Vereinsgeschichte maßgeblich beteiligt zu sein, wäre jedenfalls eine tolle Sache für den Ex-Sturm-Graz-Kicker. "Wir wollen einen Titel holen. Ob es reicht, wird man sehen", sagte Sonnleitner. Daneben soll auch im Europacup der Vorjahreserfolg (Einzug in die Gruppenphase) wiederholt werden. "Es ist von jedem Fußballer das Ziel, dort wieder hin zu kommen", bestätigte Sonnleitner.

Über Rapid will sich der Innenverteidiger auch bei Teamchef Dietmar Constantini sowie für einen späteren Auslandstransfer empfehlen. "Das Wichtigste ist jetzt der Verein. Ich bin froh, bei Rapid zu sein und werde versuchen, gute Leistungen zu bringen, meinen Teil zum Erfolg beizutragen und mich von Spiel zu Spiel zu verbessern", gilt die volle Konzentration dem Rekordmeister. Um sich zu verbessern, hat der gebürtige Vorauer bei der kürzlich zu Ende gegangenen WM vor allem Spaniens Carles Puyol auf die Beine geschaut. "Seine Art und Weise zu spielen, ist imponierend. Er gibt nie auf, ist ein Typ, der bis zur letzten Sekunde alles gibt", sagte Sonnleitner über sein Idol vom FC Barcelona.

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