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Queiroz stand unter Kritik © APA (Archiv/epa)

Carlos Queiroz bleibt ungeachtet aller Kritik Fußball-Nationaltrainer von Portugal. Das bestätigte der portugiesische Verband

Carlos Queiroz bleibt ungeachtet aller Kritik Fußball-Nationaltrainer von Portugal. Das bestätigte der portugiesische Verband FPF auf seiner Homepage nach einer am Mittwochabend beendeten Generalversammlung. Man wolle mit Queiroz allerdings "Änderungen in der Trainerstruktur" besprechen.

Das Abschneiden bei der 19. WM-Endrunde in Südafrika sei "unter den Erwartungen" geblieben, obwohl man im Achtelfinale immerhin am späteren Weltmeister Spanien (0:1) gescheitert sei. Immerhin hätten sich sowohl Funktionäre als auch Trainer und Spieler alle sehr bemüht, stellte der Verband in seiner Mitteilung am Donnerstag fest.

Der 57-jährige Queiroz war nach der WM von Medien und auch in der Fußball-Szene scharf kritisiert worden. Star-Coach Jose Mourinho meinte, sein Landsmann habe zu viel Druck auf Superstar Cristiano Ronaldo ausgeübt. "In meinem Team gewinnen alle zusammen und verlieren alle zusammen. Ich als Trainer übernehme die Verantwortung", hatte Mourinho gesagt, der mit Inter Mailand die Champions League gewonnen hat und nun Ronaldo bei Real Madrid coachen wird.

Medien und Ex-Profis wie Paulo Futre warfen Queiroz vor, eine zu defensive Taktik angeordnet zu haben. Auch Ronaldo hatte nach dem WM- K.o. Kritik angedeutet. "Wie ich mir das Aus von Portugal erkläre? Sprechen Sie mit Carlos Queiroz", antwortete der 25-Jährige auf derartige Journalisten-Fragen. Das Massenblatt "Correio da Manha" schrieb, dass die meisten Spieler Queiroz weder als Menschen noch als Trainer schätzen.

Der Coach will aber auf jeden Fall weitermachen. "Portugal hat Zukunft", glaubt der Teamchef. Medien sind unterdessen davon überzeugt, der FPF habe einen Rausschmiss von Queiroz nur wegen der finanziellen Konsequenzen ausgeschlossen. Denn eine Kündigung des noch bis 2012 laufenden Vertrages hätte den Verband fünf Millionen Euro gekostet.

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