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Sekagya und Zarate sind 2 der 17 Bullen-Legionäre © APA (Gindl)

Die österreichische Fußball-Bundesliga startet mit so wenig Legionären wie seit 13 Jahren nicht mehr in die am Samstag

Die österreichische Fußball-Bundesliga startet mit so wenig Legionären wie seit 13 Jahren nicht mehr in die am Samstag beginnende Meisterschaft. Die zehn Vereine der tipp3-Bundesliga haben "nur" 64 ausländische Spieler unter Vertrag und damit um neun weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres.

Allerdings geht die Transferzeit noch bis 31. August und die Erfahrung der vergangenen Jahre lehrt, dass so mancher Club nach einem unbefriedigenden Saisonstart noch Verstärkung aus dem Ausland holt.

Meister Red Bull Salzburg hat aktuell 18 Legionäre unter Vertrag und ist mit Abstand der größte Arbeitgeber für ausländische Profis. Dahinter folgen die beiden Wiener Clubs Austria und Rapid mit je 7 Legionären. Die wenigsten Legionäre hat der LASK im Kader, Trainer Helmut Kraft kann nur noch auf drei Nicht-Österreicher setzen (Vorjahr: 6). Mattersburg folgt mit vier Legionären.

Damit wurde der Trend der vergangenen Jahre fortgesetzt. Unmittelbar vor Start der vergangenen Saison standen 73 Legionäre unter Vertrag, 2008 waren es 72, 2007 (81) und 2006 (84) startete die Bundesliga noch mit jeweils über 80 Legionären in die Saison.

Die Legionärsschwemme, die kurz nach dem Bosman-Urteil einsetzte und Österreichs Top-Liga bis zu rund 100 Legionäre bescherte, ist damit zumindest vorerst eingedämmt. Zu Beginn der Saison 1994/95, wenige Monate vor dem Bosman-Urteil, standen 33 Ausländer in der Bundesliga unter Vertrag, in der Saison 1997/98 starteten die Clubs erstmals mit 60 Legionären in die Saison.

Die Tendenz damals war klar steigend: Im Frühjahr 1999 stieg die Zahl auf über 80, knackte im Juli 2002 die 90er-Marke und näherte sich ab 2004 der 100er-Grenze. Nur langsam sank diese Zahl und erreichte heuer den niedrigsten Wert seit 13 Jahren.

Mit seinen 18 Legionären im 27-Mann-Kader verzichtet Salzburg als einziger Verein freiwillig auf Mittel aus dem "Österreicher-Topf". Der Österreicher-Topf zur Förderung heimischer Spieler wurde in der Saison 2004/05 eingeführt, gespeist wird er in erster Linie durch 50 Prozent der Einnahmen der Bundesliga aus der TV-Vermarktung. Um Geldmittel aus dem Topf zu erhalten, müssen in jedem Meisterschaftsspiel mindestens zwölf Spieler mit österreichischer Staatsbürgerschaft auf dem Spielbericht aufscheinen. Abgerechnet wir nach jedem Meisterschaftsquartal.

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