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Innsbruck ist bereit für die Bundesliga © APA (OTS)

Die beiden Europacup-Fighter Austria und Rapid steigen erst Sonntag in die Auftaktrunde der Fußball-Bundesliga ein. Während die

Die beiden Europacup-Fighter Austria und Rapid steigen erst Sonntag in die Auftaktrunde der Fußball-Bundesliga ein. Während die Violetten mit dem Heimspiel gegen den SV Mattersburg (18.30 Uhr) einen dankbaren Gegner empfangen, gastiert der grün-weiße Stadtrivale beim engagierten Aufsteiger Wacker Innsbruck (16.00).

Die Tiroler absolvieren vor voraussichtlich großer Kulisse im Tivoli Neu ihre Rückkehr ins Oberhaus nach zwei Jahren Pause. "Es ist ein positives Warten, ehe es los geht. Wir freuen uns auf die Rückkehr", meinte Wacker-Trainer Walter Kogler zwei Tage vor dem Startschuss. Die Favoritenrolle gaben die Tiroler natürlich gerne an den Rekordmeister ab. Trotzdem spekuliert Wacker auch mit einer Überraschung - nicht nur gegen Rapid, sondern im gesamten Saisonverlauf. "Unser Ziel ist es, auswärts und zu Hause immer in der Lage zu sein, den einen oder anderen Punkt zu machen und Siege einzufahren."

Nach dem Foto-Finish mit der Admira im Meisterschaftsfinish der Ersten Liga verstärkt sich Wacker im Sommer mit sieben Neuen, darunter auch den routinierten Kräften Inaki Bea (ESP), Tomas Abraham (CZE) und Miran Burgic (SLO). Für laut Kogler "90 Prozent" des Kaders geht es in den ersten Runden aber auch darum, Erfahrung zu sammeln. "Wir haben nur ganz wenige Spieler, die in der Bundesliga gespielt haben. Das ist für uns alle Neuland", erklärte der Ex-Teamkicker und fünffache Meister mit Austria, Salzburg und Wacker.

Rapid holte mit dem 2:0 in der Europa-League-Qualifikation gegen Suduva Marijampole das erste Erfolgserlebnis in dieser Saison. Die Grün-Weißen, die von Litauen direkt nach Tirol weiterreisten, orten noch Potenzial nach oben. "Dass wir noch steigerungsfähig sind, dass ist uns allen klar", meinte Kapitän Steffen Hofmann. Sein Trainer Peter Pacult erwartet sich vor der "Standortbestimmung" gegen den Aufsteiger ebenfalls eine Steigerung, meinte aber selbstbewusst: "Wir wollen natürlich gut in die Meisterschaft starten."

Bauen kann Pacult auf den nach seiner Fieber-Erkrankung wieder genesenen Yasin Pehlivan. Anstelle des ÖFB-Teamspielers wird wohl Christopher Trimmel auf der Bank Platz nehmen. Vertrauen kann Rapid auch auf die Statistik: Seit 16 Bundesliga-Spielen sind die Grün-Weißen gegen die Innsbrucker ungeschlagen. Den jüngsten Heimerfolg gegen die Wiener feierte Wacker am 1. Dezember 2001 (1:0). Danach folgte zweimal unfreiwillig der Gang in die zweithöchste Spielklasse.

Die Austria darf im Heimspiel gegen Mattersburg anders als im Europacup wieder auf die Unterstützung von den Rängen zählen. "Ich bin überzeugt, dass es ein besseres Spiel als gegen Siroki Brijeg wird. Allein wenn uns die Fans unterstützen und tolle Stimmung herrscht", erklärte Trainer Karl Daxbacher. Die Austria muss wie beim 2:2 gegen die Bosnier auch in der Meisterschaft auf die angeschlagenen Milenko Acimovic und Tomas Jun verzichten. Jun absolvierte Freitag zumindest ein Mannschaftstraining.

Die Burgenländer reisen mit einem frommen Wunsch nach Wien-Favoriten. "Ein Punkt wäre schön, drei für die Geschichtsbücher", meinte Franz Lederer vor dem Saisonauftakt. Dem Coach, der zum 200. Mal in der Bundesliga auf der Trainerbank der Mattersburger Platz nimmt, ist bewusst, dass sein SVM in 14 Spielen im Horr-Stadion lediglich fünf Remis holte. Noch dazu fehlt am Sonntag der gleich für die ersten fünf Runden gesperrte Stürmer Ilco Naumoski. Lukas Rath weilt mit der U19-Auswahl bei der Europameisterschaft in Frankreich. Noch nicht entschieden ist im Lager der Mattersburger die Torhüter-Frage zwischen Thomas Borenitsch und Stefan Bliem.

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