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Roman Wallner will auch gegen Kapfenberg jubeln © APA (Archiv/Krugfoto)

In der Vorsaison hatte für Red Bull Salzburg in Kapfenberg das große Zittern begonnen. Der Meistertitel war nach einer

In der Vorsaison hatte für Red Bull Salzburg in Kapfenberg das große Zittern begonnen. Der Meistertitel war nach einer überraschenden 0:2-Niederlage in der 34. Runde plötzlich in Gefahr. Zum Auftakt der neuen Bundesliga-Saison will der Meister am Samstag (18.30 Uhr) ein "blaues Wunder" vermeiden. Die Kapfenberger wollen beweisen, zu Unrecht als Abstiegskandidat Nummer eins gehandelt zu werden.

Mit dem 5:0 in der Champions-League-Qualifikation gegen HB Torshavn haben die Salzburger bereits ein Pflichtspiel in den Beinen, Trainer Huub Stevens hatte nach der klaren Führung aber früh einige Stammspieler geschont. Den Kapfenbergern brachte der Niederländer großen Respekt entgegen. "Wir wissen, was dort auf uns zukommt. Dort sind andere Qualitäten gefragt", erklärte Stevens. "Wir müssen uns wehren und anders auftreten, sonst kann es ein blaues Wunder geben, wie wir es dort schon erlebt haben."

Stevens dürfte auf dieselbe Startformation wie gegen Torshavn setzen, also auf Roman Wallner als Solospitze im 4-2-3-1-System. Abwehrchef Rabiu Afolabi wird nach seinem WM-Abenteuer mit Nigeria erst schrittweise ins Team eingebaut. Mit Matej Mavric haben die Kapfenberger ebenfalls einen WM-Teilnehmer in ihren Reihen. Der slowenische Neuzugang bildet mit Rückkehrer Dominique Taboga die neue Innenverteidigung, davor soll Kapitän Milan Fukal im defensiven Mittelfeld für Stabilität sorgen.

"Unser klares Ziel ist es, nicht abzusteigen", erklärte Kapfenberg-Trainer Werner Gregoritsch, der weiterhin konsequent auf die Jugend setzt. In der Offensivabteilung ist kein Spieler über 26, gegen Salzburg wird der 20-Jährige Deni Alar als Solospitze erwartet. In den vergangenen beiden Jahren seit ihrem Aufstieg waren die Kapfenberger jeweils höchst mäßig in die Saison gestartet. 2009 waren fünf der ersten sechs Partien verloren gegangen, im Jahr davor hatte es in zwölf Runden nur einen Sieg gegeben.

Von den vier abschließenden Heimspielen der Vorsaison hatten die Steirer allerdings zwei gewonnen und zwei remis gespielt. Gregoritsch geht davon aus, dass "zumindest vier bis fünf Teams" in den Kampf um den Klassenerhalt verwickelt werden dürften. Andere Ziele hat Stevens, den Weg zu einer erfolgreichen Titelverteidigung sieht er aber alles andere als vorgezeichnet. "Die Meisterschaft wird bis zum Schluss eng bleiben", meinte der Niederländer. "Das erste Spiel ist dafür genauso wichtig wie das letzte."

Mit entsprechender Ernsthaftigkeit werde sein Team in Kapfenberg zu Werke gehen. In der Offensive sieht Stevens trotz der souveränen Vorstellung gegen Torshavn noch Verbesserungspotenzial - vor allem in der Feinabstimmung. "Die Angriffe laufen schon recht gut. Wir wären aber schlecht beraten, wenn wir glauben würden, dass wir schon so weit sind", betonte Stevens nach der kurzen, wenn auch intensiven Vorbereitungszeit. "Eine Mannschaft kann in vier Wochen noch gar nicht optimal eingespielt sein."

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