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Rapid erwartet heißen Tanz auf dem Tivoli © APA (Archiv/Rubra)

Wacker Innsbruck kehrt nach zwei Jahren Absenz mit einem Vergleich mit dem Rekordmeister in die Bundesliga zurück. Am Sonntag

Wacker Innsbruck kehrt nach zwei Jahren Absenz mit einem Vergleich mit dem Rekordmeister in die Bundesliga zurück. Am Sonntag gastiert zum Auftakt der neuen Saison mit dem SK Rapid gleich ein echter Gradmesser im Tivoli Neu. Die Grün-Weißen aus Wien wollen dem Aufsteiger aber alles andere als einen Einstand nach Maß bescheren.

"Wir freuen uns auf die Rückkehr und mit Rapid kommt eine Topmannschaft. Das ist ein richtiger Knaller zum Auftakt", meinte Wackers Trainer Walter Kogler vor der vielbeachteten Tiroler Rückkehr in die höchste Spielklasse. Sein Gegenüber Peter Pacult erkannte nach dem 2:0 in Marijampole noch "genug Luft nach oben". Dementsprechend zuversichtlich flogen die Rapidler auch von Litauen direkt nach Innsbruck. "Am Tivoli ist es immer interessant und schwer, aber wir wollen natürlich gut in die Meisterschaft starten", erklärte Pacult.

Vor dem Duell des 10-fachen österreichischen Meisters aus Tirol mit dem 32-fachen Champion aus der Bundeshauptstadt gab man sich im Tiroler Lager kämpferisch. "Sicher ist Rapid vom Potenzial über uns zu setzen. Aber das heißt nicht, dass wir chancenlos sind", sagte Kogler, der im EM-Stadion auf eine volle Kulisse hoffen darf. Bis auf die Langzeitverletzten Andreas Schrott und Martin Svejnoha kann Wacker auf den gesamten Kader zurückgreifen.

Besonders im Blickfeld der Tiroler Fans befinden sich die drei routinierten Neuzugänge Inaki Bea (Abwehr), Tomas Abraham (Mittelfeld) und Miran Burgic (Sturm). Das Legionärstrio soll dazu beitragen, dass das dezitierte Ziel Klassenerhalt schnell abgehakt wird. Bei der Generalprobe trennten sich die Schwarz-Grünen und das zweite Team des deutschen Bundesligisten VfL Wolfsburg mit einem 2:2, wobei Innenverteidiger Bea ein Tor erzielte.

Rapid wurde von Kogler im Test gegen Anderlecht und auch in der Europa-League-Qualifikation unter die Lupe genommen. Steffen Hofmann erwies sich dabei wie gewohnt als Um und Auf im Spiel der Wiener. Um den Deutschen wird man sich trotzdem nicht speziell kümmern. "Wir werden nicht jemanden abstellen, der ihm auf Schritt und Tritt folgt. Es gilt ihn in den Bereichen, wo er gefährlich werden kann, zu entschärfen", meinte der 42-jährige Wacker-Coach, der mit Boris Prokopic und Muhammed Ildiz zwei von Rapid ausgeliehene Kicker in seinen Reihen hat.

Der Rekordmeister will nach dem Europacup-Erfolg im ersten Pflichtspiel der Saison in der heimischen Liga nachlegen. Dass die Reise nach Tirol nicht unbedingt ein Wunschlos zum Auftakt ist, war aber auch den Hütteldorfern bewusst. "Wir haben jetzt ein Bewerbspiel in den Beinen, es wird aber sicher um einiges schwieriger in Tirol. Ein Aufsteiger ist immer sehr ambitioniert, will von Anfang an dagegenhalten", meinte Rapid-Goalie Raimund Hedl.

Der 35-Jährige hütete in Litauen das Gehäuse und hat Helge Payer damit auch in der neuen Saison als Nummer eins abgelöst. "Er hat eine sehr gute, solide Rückrunde gespielt", begründete Pacult seine Entscheidung. Vertrauen kann Rapid auch auf den wieder genesenen Yasin Pehlivan sowie die Statistik: Seit 16 Bundesliga-Spielen (10/6/0) sind die Grün-Weißen gegen Innsbruck ungeschlagen.

Eine besondere Rückkehr erlebt am Tivoli auch Rapids Sportdirektor Alfred Hörtnagl, der seine Knochen jahrelang für Innsbruck hinhielt. "Für die Spieler ist es eine normale Partie, bei mir kommt die Emotion dazu", sagte der Tiroler und frühere Wacker-Sportdirektor. "Es ist eine spannende, interessante Ausgangsposition, ein toller Auftakt."

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