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Austria will "Geisterstart" vergessen machen © APA (Fohringer)

Drei Tage nach dem verpatzten "Geisterstart" in der Europa League hat der FK Austria Wien Gelegenheit, es besser zu machen. Dem

Drei Tage nach dem verpatzten "Geisterstart" in der Europa League hat der FK Austria Wien Gelegenheit, es besser zu machen. Dem 2:2 gegen NK Siroki Brijeg soll zu Beginn der Bundesliga im Horr-Stadion ein voller Erfolg folgen. "Ich bin überzeugt, dass es ein besseres Spiel als am Donnerstag wird. Gegen gegen SV Mattersburg darf man von einem Pflichtsieg sprechen", sagte Trainer Karl Daxbacher.

In der ersten Runde haben die Hausherren wieder ihr Publikum im Rücken, mit dem sie in der Liga 2009/10 nur eine Niederlage (0:1 LASK am 6. März) erlitten hatten. "Unsere Fans werden uns unterstützen und für eine tolle Stimmung sorgen", erwartet der 57-Jährige "normale" Verhältnisse. Und dazu kommt ein in der Vergangenheit stets "dankbarer" Gegner. Die Mattersburger haben am Verteilerkreis in bisher 14 Versuchen noch nie gewonnen (0-5-9/6:24 Tore) und sind in der Liga seit 6. März (4:2 in Kärnten) auswärts sieglos.

Dass die Serien prolongiert werden, dafür will Daxbacher sorgen. "Die Fehler, die wir gegen Siroki Brijeg begangen haben, müssen wir abstellen und unsere Chancen nicht leichtfertig vergeben", rüttelte er seine Spieler auf. Nach dem tollen Finish in der vorigen Saison mit zwölf Runden ohne Niederlage (10-2-0 mit zuletzt sechs Siegen in Folge) zum Vizetitel bestehe die Gefahr, dass der eine oder andere sich seiner Tugenden nicht besinne. "Ein paar glauben besser zu sein, als sie in Wirklichkeit sind", mahnte der Niederösterreicher zur Konzentration.

"Es geht um einen guten Start, der für die ersten vier Runden richtungsweisend ist. Drei Punkte wären eine sehr gute Voraussetzung. Außerdem wollen wir uns für das Europacup-Rückspiel Selbstvertrauen holen", appellierte Sport-AG-Vorstand Thomas Parits. Dessen für den wirtschaftlichen Bereich zuständiger Kollege Markus Kraetschmer hofft, dass Austria an das tolle Frühjahr mit einem Zuschauerschnitt von 9.000 anschließen kann. Es seien schon 4.000 Abos verkauft worden. "Das sind 40 Prozent mehr als vor einem Jahr, das hat es zu diesem Zeitpunkt noch nie gegeben."

"Wir sind bereit! Ein Punkt wäre schön, drei Zähler wären für die Geschichte", brachte es Coach Franz Lederer aus seiner Sicht vor seinem 200. Liga-Spiel (69-48-82), dem 100. in der Fremde (19-22-58), auf der SVM-Bank auf den Punkt. Er hat den Europacup-Auftritt des Gegners im Fernsehen verfolgt, wollte das Gebotene aber nicht überbewerten, "weil der Faktor Zuschauer" gefehlt hat. Wie Daxbacher, dem weiterhin die verletzten Acimovic und Jun nicht zur Verfügung stehen, muss auch Lederer zwei Mann vorgeben. Naumoski ist gesperrt, Rath weilt mit dem ÖFB-Kader bei der U19-EM in Frankreich.

Ob Borentisch oder Bliem im Tor stehen wird, entscheidet er erst vor der Partie. Der am längsten im Oberhaus dienende Trainer will den eingeschlagenen Weg mit jungen Spieler um einige Routiniers weiterhin verfolgen und am Saisonende zwischen Rang fünf und sieben landen. "Wir werden uns die Jugend zunutze machen. Diese Spieler sind unverbraucht, bei ihnen passieren Dinge aus Intuition heraus. Das kann fehlende Routine ausgleichen und in vielen Bereichen ein Vorteil sein", hofft der 46-Jährige, dass sein Team eine ähnliche Rolle spielt, die es ihm vorige Saison niemand zugetraut habe.

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