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Innsbrucker Fans durften vier Mal jubeln © APA (Parigger)

Der FC Wacker Innsbruck ist in der höchsten Spielklasse angekommen. Der Aufsteiger besiegte am Sonntag im ersten

Der FC Wacker Innsbruck ist in der höchsten Spielklasse angekommen. Der Aufsteiger besiegte am Sonntag im ersten Fußball-Bundesliga-Spiel nach zwei Jahren Absenz Rekordmeister Rapid Wien zu Hause 4:0 (1:0). Die Tore vor 13.624 begeisterten Zuschauern auf dem Innsbrucker Tivoli Neu erzielten Marcel Schreter (9., 82.), Fabian Koch (68.) und Thomas Löffler (93.).

Den Innsbruckern war ein Traumstart gelungen. Rapid-Verteidiger Jürgen Patocka hatte sich bei einem Kopfball verschätzt, nach einem harten Zusammenprall seines Kollegen Mario Sonnleitner mit Boris Prokopic - beide mussten mit Kopfverletzungen ausgewechselt werden - war Schreter zur Stelle, traf aus schwieriger Position perfekt ins lange Eck. Schreter hatte Wacker bereits in der Vorsaison mit 17 Toren zurück ins Oberhaus geschossen.

Als Rapid eigentlich auf den Ausgleich drängte, legte Koch nach gut einer Stunde nach Querpass von Neuzugang Miran Burgic entgegen dem Spielverlauf aus kurzer Distanz nach. Rapid-Torhüter Raimund Hedl, der von Peter Pacult als neue Nummer eins erneut den Vorzug gegenüber ÖFB-Keeper Helge Payer erhalten hatte, war zwar mit den Fingerspitzen am Ball, vermochte diesen aber nicht mehr zu bändigen. Schreter gelang in der Schlussphase mit einem satten Schuss aus 20 Metern sein zweiter Treffer, den Endstand besorgte der eingewechselte Thomas Löffler im Konter.

Wacker-Trainer Walter Kogler hatte wie erwartet auf seine drei neuen Legionäre Inaki Bea in der Innenverteidigung, Tomas Abraham im zentralen Mittelfeld und Burgic als Solospitze vor dem leicht hängenden Schreter gesetzt. Die Innsbrucker standen gut, machten es dem Rekordmeister trotz mehr Ballbesitzes schwer, sich spielerisch zu entfalten. Ein Fernschuss von Yasin Pehlivan neben das Tor blieb vor der Pause die magere Ausbeute (45.).

Auf der Gegenseite rettete Patocka bei einem Versuch von Burgic, beim folgenden Corner wurde der slowenische Wacker-Stürmer aus kurzer Distanz erneut abgeblockt (38.). Rapid-Kapitän Steffen Hofmann war am rechten Flügel lange Zeit abgemeldet, erst nach Seitenwechsel kam die Offensivmaschinerie langsam ins Rollen. Großchancen blieben aber weiterhin aus, Wacker war im Konter sogar gefährlicher.

Eine Minute vor seinem Tor hatte Koch noch einen Schuss am langen Eck vorbeigesetzt (66.), die Großchance auf das 3:0 vergab der eingewechselte Julius Perstaller, der den Ball nach Vorarbeit von Koch alleine vor Hedl am langen Eck vorbeischob (75.). Perstaller scheiterte auch in der 89. Minute völlig alleine vor Hedl, Hofmann traf auf der Gegenseite per Kopf lediglich die Latte (92.).

Innsbruck feierte damit seinen ersten Sieg gegen Rapid seit April 2002. Damals hatten die Tiroler unter Joachim Löw mit einem 1:0 in Wien ihren bisher letzten Meistertitel perfekt gemacht. Seit dem folgenden Konkurs waren nur einmal mehr als die 13.624 Zuschauer auf den Tivoli gekommen. 14.000 waren es 2003 beim Relegationsspiel um den Aufstieg in die zweithöchste Spielklasse gegen Schwechat gewesen.

Rapid kassierte damit seine höchste Ligapleite seit fast drei Jahren, hat sein erstes Ligaspiel zudem in den jüngsten drei Saisonen jeweils verloren. Der Rekordmeister aus Wien hatte schon in den beiden vergangenen Jahren jeweils sein Bundesliga-Auftaktspiel verloren - 2008 bei Sturm Graz (1:3), 2009 in Mattersburg (1:2). Zuletzt hatten die Hütteldorfer in der Bundesliga am 14. September 2007 eine so hohe Niederlage kassiert - 1:5 gegen Sturm. Das erste Pflichtspiel der Saison hatte Rapid in der Qualifikation für die Europa League am Donnerstag in Litauen gegen Suduva Marijampole noch mit 2:0 gewonnen.

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