vergrößernverkleinern
Tolles Spiel der Violetten © APA (Oczeret)

Austria Wien hat sich zum Auftakt der Fußball-Bundesliga als einzige der drei Top-Teams unbefleckt gehalten. Während Meister

Austria Wien hat sich zum Auftakt der Fußball-Bundesliga als einzige der drei Top-Teams unbefleckt gehalten. Während Meister Salzburg und Erzrivale Rapid auswärts patzten, starteten die Violetten mit einem 2:0-Sieg daheim gegen Mattersburg. Spielerisch bot die Austria eine ansprechende Leistung, Schönheitsfehler war neben dem irregulären Führungstreffer aber die fahrlässige Chancenverwertung.

Ein "Nicht-Tor" von Michael Liendl (11.) und Roland Linz (55.) stellten bei der Formüberprüfung vor dem wichtigen Europa-League-Rückspiel gegen Siroki Brijeg den Erfolg gegen limitierte Burgenländer sicher. Wie bereits im Europacup-Hinspiel ließ die Austria im Horr-Stadion aber erneut zahlreiche Möglichkeiten ungenutzt. Franz Lederer, der in seinem 200. Liga-Spiels als SVM-Trainer die 83. Niederlage kassierte, brachte es auf den Punkt: "Die Austria tut sich schwer mit der Chancenverwertung."

Allein Marko Stankovic, Tomas Jun und Zlatko Junuzovic ließen drei Topchancen ungenutzt. Bleibt aus Sicht der Austria-Fans nur zu hoffen, dass sich der Vizemeister die Treffer für kommenden Donnerstag in der Herzegowina aufgehoben hat. "Einziges Manko heute war die Chancenverwertung. Wir müssen normalerweise mit vier, fünf Toren Unterschied gewinnen", meinte Dauerläufer Junuzovic, der mit Blick auf Siroki Brijeg erklärte: "Ich hoffe, dass wir dort kaltschnäuziger sind und die Tore machen."

Trainer Karl Daxbacher durfte zumindest mit der spielerischen Note zufrieden sein. Die offensiv aufgestellten Austrianer ließen ohne den weiterhin verletzten Kapitän Milenko Acimovic den Ball in den eigenen Reihen laufen und zeigten auch schöne Kombinationen. Als eine ebensolche über Junuzovic, Jun und Vollstrecker Linz zum zweiten Tor führte, huschte den Coach sichtlich ein Lächeln über das Gesicht.

"Mit der spielerischen Leistung bin ich sehr zufrieden", sagte Daxbacher nach der Partie - und musste aber auch hervorstreichen: "Was mich stört, sind die vielen Riesenchancen, die wir ausgelassen haben." Für den Europacup, die Austria steht nach dem 2:2 in Wien praktisch unter Siegzwang, war der Coach der Favoritner aber zuversichtlich. "Wir sind frohen Mutes, dass wir es schaffen." Verzichten muss die Austria voraussichtlich auf Stürmer Schumacher. Der Brasilianer erlitt gegen den SVM eine Blessur am Sprunggelenk.

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel