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Atan hier noch im Mattersburg-Leiberl © APA (Archiv/Diener)

Neuer Verein, neues Glück, neue Chance. Für Cem Atan hat in diesem Sommer ein neuer Abschnitt seiner Karriere als Fußballer

Neuer Verein, neues Glück, neue Chance. Für Cem Atan hat in diesem Sommer ein neuer Abschnitt seiner Karriere als Fußballer begonnen. Nach seinem Wechsel von Mattersburg zu Genclerbirligi Ankara Ende Mai möchte der 25-Jährige für sportliche Schlagzeilen sorgen. Über Ankara will Atan wieder zurück ins österreichische Nationalteam.

"Ich will mir so schnell wie möglich einen Stammplatz erkämpfen", sagte er im Rahmen des Trainingslagers in Bad Tatzmannsdorf, wo sein neuer Arbeitgeber schon zum sechsten Mal die Vorbereitung absolviert. Atan, der im Burgenland für so manche Eskapade abseits des Rasen gesorgt hat, hatte schon lange auf einen Transfer ins Ausland hingearbeitet. Heuer klappte es, obwohl er in Mattersburg noch einen laufenden Vertrag gehabt hatte.

"Die Vereine haben sich geeinigt. Ich wollte in eine andere, eine bessere Liga. In der Türkei wollte ich sowieso schon immer spielen", gab der Mittelfeldspieler zu, der am Mittwoch im Testspiel gegen Lombard Papa (2:1) in der zweiten Hälfte im Einsatz war.

Obwohl sein alter mit seinem neuen Verein nicht zu vergleichen ist, die Umstellung von der österreichischen Provinz in die türkische Hauptstadt fiel Atan leicht. Denn eines haben beide gemeinsam: "Vom Zeugwart bis zum Obmann passt hier alles. Ich bin sehr gut aufgenommen worden - es ist sehr familiär", erzählte der gebürtige Wiener Neustädter, der im Kader ohne große Namen, aber mit einer guten Mischung aus jungen und erfahrenen Spielern einer von zehn Neuen ist.

"Zuerst muss ich mich hier durchsetzen, der Rest ergibt sich dann hoffentlich von selbst", antwortete Atan auf die Frage, ob er gerne wieder im österreichischen Nationalteam spielen würde. Der bekannte Trainer ist von den Qualitäten des zweifachen Teamspielers jedenfalls überzeugt. "Er ist ein guter Spieler, den wir schon im Winter haben wollten", erklärte Thomas Doll, dessen Schützling nach Adduktoren-Problemen derzeit an seiner Fitness arbeitet.

Der deutsche Coach, der u.a. auch schon für den Hamburger SV und Borussia Dortmund gearbeitet hat, räumt seinem Schützling eine faire Chance auf ein Fixleiberl ein. "Atan bringt grundsätzlich gute Eigenschaften", lobte Doll. Was vor ihm war, interessiere ihn nicht. "Es kommt immer darauf an, wie er sich jetzt verhält. Cem ist natürlich ein durchaus emotionaler Typ, aber diese Emotionen sind auch positiv, weil sie Schwung und Stimmung reinbringen."

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