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Baumgartlinger hat kein Fixleiberl © APA (Neubauer)

Julian Baumgartlinger ist im Fußball Konkurrenz gewohnt. Seit seinem Wechsel zur Wiener Austria kämpft der Salzburger um seinen

Julian Baumgartlinger ist im Fußball Konkurrenz gewohnt. Seit seinem Wechsel zur Wiener Austria kämpft der Salzburger um seinen Stammplatz im System des Vizemeister. War in der vergangenen Saison noch Matthias Hattenberger der Konkurrent um den "Sechser", so ist nun Peter Hlinka der zweite Kandidat von Trainer Karl Daxbacher um die wichtige Position im defensiven Mittelfeld.

"Der Konkurrenzkampf ist da und der Trainer hat die Qual der Wahl. Aber eine gewisse Konkurrenz ist immer gut", meint Baumgartlinger. Der 22-Jährige absolvierte in der abgelaufenen Saison 30 Liga-Spiele für die Violetten und schaffte auch den Sprung ins Nationalteam. Mit dem neun Jahre älteren Hlinka verpflichtete die Favoritner trotzdem einen Routinier für die Rolle des Spielmachers vor der Abwehr.

Für Baumgartlinger ist diese Situation im Kader - der vor allem durch ein Überangebot im Mittelfeld glänzt - aber normal. "Es gibt bei uns eben auf jeder Position jemanden, gegen den man sich durchsetzen muss. Das wird sich jedes Jahr wiederholen, also sehe ich das entspannt", analysiert der frühere 1860-München-Legionär die Lage. Das Rennen um Leiberln scheint auch bereits voll entbrannt.

Stand im Europa-League-Hinspiel gegen NK Siroki Brijeg noch Baumgartlinger in der Start-Elf, so erhielt zum Bundesliga-Auftakt Hlinka den Vorzug. Coach Daxbacher kann dabei je nach Ausgangslage wählen. "Beide sind unterschiedliche Typen. Baumgartlinger ist laufstärker, Hlinka von der spielerischen Komponente her besser. Man kann bei jedem Gegner abwägen, was man mehr braucht."

Für beide gleichsam befriedigend wäre natürlich der Einsatz der "Doppel-Sechs" mit zwei zentral defensiven Spielern. Diese Variante steht im Raum, wenn es gilt, die Abwehr zu entlasten. "Die Entscheidung trifft der Trainer. Ich denke, dass es gut funktionieren würde", erklärte Hlinka, der diese Variante von seinem Ex-Verein Sturm Graz nur allzu gut kennt.

Für den auch mit der ominösen Nummer 6 spielenden Slowaken ist seine Aufgabe im jungen Austria-Mittelfeld mit Zlatko Junuzovic, Michael Liendl oder Marko Stankovic klar gesteckt. "Auf dieser Position ist Führung gefragt, das ist klar." Ein Paradebeispiel, wie eine Mannschaft zu führen ist, hat er in Hütteldorf am Beispiel Steffen Hofmann erlebt. "Er versucht, mit Leistung ein Vorbild für seine Mitspieler zu sein", meinte der 28-fachen Internationale.

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