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Rapid hatte hart zu kämpfen © APA (Pfarrhofer)

Fußball-Rekordmeister Rapid ist am Donnerstagabend erwartungsgemäß in die dritte Qualifikationsrunde der Europa League

Fußball-Rekordmeister Rapid ist am Donnerstagabend erwartungsgemäß in die dritte Qualifikationsrunde der Europa League aufgestiegen. Die Leistung der Wiener beim 4:2-Heimsieg im Rückspiel gegen den FK Suduva Marijampole ließ allerdings sehr zu Wünschen übrig, erst starke Schlussminuten mit drei Treffern bewahrten die Truppe von Coach Peter Pacult vor einer Blamage.

Die Partie hatte für den in Litauen mit 2:0 siegreichen Tabellenneunten denkbar schlecht begonnen: Kapitän Steffen Hofmann (Schambeinentzündung) und Innenverteidiger Mario Sonnleitner (Cut) mussten passen, zudem zog sich Veli Kavlak schon nach drei Minuten eine Schienbeinprellung zu und musste vorzeitig vom Feld.

"Wir haben mit dem 'Steff' einen Typen verloren, der für die Kreativität wichtig ist. Und dann nach drei Minuten auch noch Kavlak. Ich weiß nicht, wer so einen Aderlass nicht spürt in Österreich, außer Salzburg", begründete Pacult die magere spielerische Leistung seiner in einem 4-2-3-1-System eingelaufenen Elf.

Ohne die beiden Kreativspieler agierten die Hütteldorfer im Spiel nach vorne planlos und kamen nur durch einen groben Tormannfehler in der 20. Minute sowie einem starken Finish zu Chancen und Toren. "Die Mannschaft hat einen guten Charakter gezeigt. Entscheidend ist, dass wir vier Tore gemacht haben. Das war schon sehr, sehr gut", strich Pacult die positiven Dinge hervor. "Wir haben die Pflicht erfüllt, den Aufstieg geschafft", betonte der Rapid-Coach.

Tatsächlich waren die Wiener aber gegen ab der 76. Minute in numerischer Unterlegenheit spielende Litauer in der 85. Minute gar in Rückstand geraten. "Die letzten fünf Minuten haben uns rausgerissen", war sich Markus Katzer bewusst. Dabei vor allem Rene Gartler, der nach seiner Einwechslung in der 82. Minute mit einem Doppelpack innerhalb weniger Minuten (86., 89.) für den Umschwung sorgte und dem Zittern ein Ende bereitete.

In der nächsten Runde bekommen es die Wiener nun mit dem bulgarischen Cupsieger PFC Beroe Stara Sagora zu tun. "Ich weiß noch nichts über den Gegner, habe noch keine Infos", sagte Pacult am Donnerstagabend. Die erste Partie geht am Donnerstag in Sofia über die Bühne, das Rückspiel folgt am 3. August im Hanappi-Stadion.

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