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Thonhofer von Rapid zu Wr.Neustadt gewechselt © APA (Neubauer/Archiv)

Tanju Kayhan und Christian Thonhofer haben in der Transferzeit die Seiten gewechselt. Kayhan wechselte nach dem Ende seines

Tanju Kayhan und Christian Thonhofer haben in der Transferzeit die Seiten gewechselt. Kayhan wechselte nach dem Ende seines Leihvertrags von Wiener Neustadt zurück zu Rapid, Christian Thonhofer dafür ebenfalls leihweise von den Wienern zu den Niederösterreichern. Die beiden Außenverteidiger fiebern deshalb dem direkten Bundesliga-Duell am Sonntag (18.30 Uhr) im Hanappi-Stadion schon entgegen.

Der seit Donnerstag 21-jährige Kayhan hat nach seinem mehrmonatigen Gastspiel in Wiener Neustadt in der Vorbereitung Andreas Dober ausgebremst und darf sich derzeit über einen Stammplatz auf der rechten Abwehrseite im Team von Coach Peter Pacult freuen. "Er hat sehr viel von den taktischen Anweisungen übernommen, was ich von einem Außenverteidiger erwarte. Er ist körperlich sehr gut unterwegs, sehr aktiv beim Training und bei den Spielen", ist der Rapid-Coach mit der positiven Entwicklung des Abwehrspielers zufrieden.

Die Zeit bei den Niederösterreichern sei für Kayhan sehr wichtig gewesen, um zu sehen, ob er in der Bundesliga mithalten könne. Das sieht auch der talentierte Verteidiger so. "Ich bin froh, es war die richtige Entscheidung, gut für mich, Spielpraxis in der Bundesliga zu sammeln", zog der Wiener eine zufriedenstellende Bilanz. Die Zeit bei Magna sei zwar sehr schön gewesen, Rapid sei aber im Vergleich dazu einzigartig. "Da ist alles viel anders, da steht man viel mehr im Vordergrund, spielt in der Europa League und die Fans sind toll", sagte Kayhan.

Der 1,72 m große Abwehrspieler blickte dem Spiel am Sonntag mit großer Vorfreude entgegen. "Ich bin immer motiviert, aber natürlich ist es schön, wieder gegen meine Freunde zu spielen, ich freue mich schon irrsinnig darauf", sagte Kayhan. Nach dem Fehlstart gegen Wacker Innsbruck (0:4) zählen für die Hütteldorfer nur drei Punkte. "Wir spielen daheim und da müssen wir gegen jeden in der Bundesliga gewinnen. Wir werden unser Bestes geben und schauen, dass wir die drei Punkte einfahren", gab Kayhan die Marschroute vor. "Wir haben einen schlechten Auftakt gehabt und werden es am Sonntag hoffentlich besser machen", fügte der Jungverteidiger hinzu.

Auf der anderen Seite verteidigt Thonhofer auf der rechten Seite. "Ich gehe ganz normal in die Partie, wie in jede andere auch, bin aber natürlich noch etwas motivierter", sagte der 25-Jährige. Bei der Mannschaft von Coach Peter Schöttel hat sich der Abwehrspieler gut eingelebt. "Die meisten Spieler kenne ich von früher, die Stimmung passt perfekt", betonte Thonhofer. Schöttel schenkt dem Ex-Rapidler das Vertrauen und ist bisher auch vollauf zufrieden mit seinem neuen Schützling. "Er war vom ersten Tag an mitten drinnen, fühlt sich wohl, hat sich sehr gut eingefügt und ist eine absolute Verstärkung", kamen vom Magna-Coach lobende Worte.

Für die Wiener Neustädter ist der Saisonauftakt mit dem 5:0-Kantersieg gegen den LASK optimal verlaufen, nun soll auch in Wien eine Überraschung gelingen. "Wir haben uns das Ziel gesetzt, bei den großen Clubs mehr Punkte zu machen als im Vorjahr", gab Thonhofer die Marschroute vor. Dann könnten die Schützlinge in der Endabrechnung auch womöglich die Vorherrschaft der "Big Four" Salzburg, Austria, Rapid und Sturm Graz durchbrechen. "Wieso sollten wir nicht unter den Top-4 landen", fragte Thonhofer.

Der Abwehrspieler hat sich genauso wie Schöttel Rapids Auftritt in der Europa League am Donnerstag vor Ort angesehen. "Man hat gesehen, dass sie sehr verunsichert sind und leichtfertige Fehler gemacht haben. Wir wissen, dass bei Rapid Druck da ist", analysierte der Magna-Kicker.

Thonhofer ist für eine Saison an den Cupfinalisten der vergangenen Saison verliehen. "Ich habe in erster Linie den Weg gewählt, um regelmäßig spielen zu können. Schauen wir einmal, wie es sich weiterentwickelt", sagte der Verteidiger, der seine fußballerische Jugend bei der Austria und Admira verbracht hatte. Nach dieser Saison hat Thonhofer jedenfalls noch ein Jahr Vertrag bei Rapid. Ginge es nach ihm, würde er gerne noch einmal im "grün-weißen" Dress einlaufen. "Ich will natürlich für Rapid spielen, der Verein ist von der Vereinskultur sicher am besten und am meisten angesehen in Österreich. Wenn der Trainer aber andere Ziele verfolgt, muss man sich zusammensetzen und schauen", erklärte Thonhofer

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