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Austria-Kärnten-Präsident Mario Canori © APA

Im Zuge des Insolvenzverfahrens des ehemaligen Fußball-Bundesligisten SK Austria Kärnten sind am Montag bei einer

Im Zuge des Insolvenzverfahrens des ehemaligen Fußball-Bundesligisten SK Austria Kärnten sind am Montag bei einer Überprüfungstagsatzung und einer Gläubigerversammlung Forderungen von rund sieben Millionen Euro gegenüber dem Verein erhoben worden. Auf Anregung des Gerichtes wurde ein unabhängiger Buchhalter mit der Überprüfung der Geldflüsse innerhalb des Vereins beauftragt.

Von den Gläubigerforderungen wurden zwei Millionen anerkannt, der Rest bestritten, teilte Masseverwalter Roland Grilc gegenüber der APA mit. Ob die sieben Millionen Euro an Forderungen zu Recht bestünden, müsse nun geprüft werden, erklärte der Masseverwalter. Die Summe teilt sich in rund 6,4 Mio. Euro Schulden beim Verein SK Austria Kärnten und circa 800.000 Euro Verbindlichkeiten der Tochterfirma, der SK Austria WirtschaftsGmbH, auf. Die Vereinstochter war für die Vermarktung verantwortlich. Laut Grilc soll nun alles verkauft werden, was noch zu verkaufen ist. "Was übrig bleibt, wird verteilt werden", so der Klagenfurter Rechtsanwalt.

Unter den Gläubigern sind unter anderem der ebenfalls insolvente FC Kärnten mit einer Summe von 1,3 Mio. Euro, die Stadt Klagenfurt, das Land Kärnten und die Gebietskrankenkasse. Die Kärntner Hypo Group Alpe Adria Bank, die für einen Zehnjahresvertrag Sponsorgelder von fünf Millionen Euro ausgezahlt hatte, will auch einen Teil ihres Geldes zurück, und zwar wegen Wegfalls der Geschäftsgrundlage. Der Verein existierte nämlich nur drei Jahre.

Für Beobachter überraschend ist die Bestellung eines Buchhalters zur Durchforstung der Geldflüsse im Verein. Dies sei im Rahmen von Insolvenzverfahren nur in besonderen Fällen vorgesehen, hieß es aus Justizkreisen.

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