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Konstellation könnte Ivanschitz ins Team führen © APA (EXPA/Jürgen Feichter)

Zum zweiten Mal in Folge hat der deutsche Fußball-Bundesligist 1. FSV Mainz 05 sein Sommer-Trainingscamp auf österreichischem

Zum zweiten Mal in Folge hat der deutsche Fußball-Bundesligist 1. FSV Mainz 05 sein Sommer-Trainingscamp auf österreichischem Rasen aufgeschlagen. In Flachau kämpfen noch bis Donnerstag die beiden Österreicher Andreas Ivanschitz und Christian Fuchs um einen Stammplatz beim Sensationsteam der vergangenen Saison (Rang 9).

In den beiden vielversprechenden Tests gegen Aachen (4:0) und Panathinaikos Athen (2:0) hat Mainz-Trainer Thomas Tuchel erste Versuche gestartet, mit Fuchs (linker Verteidiger) und Ivanschitz (links im Mittelfeld) eine mögliche rot-weiß-rote Achse auf der linken Seite zu installieren. Eine Konstellation, die in weiterer Folge Ivanschitz den Weg zurück ins ÖFB-Team ebnen könnte.

"Das ist auf jeden Fall eine Option", meinte der erst 36-jährige Tuchel am Mittwoch im Gespräch mit der APA - Austria Presse Agentur. "Beide gehen auf diesen Positionen in den Konkurrenzkampf. Es liegt an ihnen, was sie daraus machen."

Fuchs, der vom Absteiger VfL Bochum für ein Jahr ausgeliehen wurde, scheint auf seiner Position gesetzt zu sein. Auch, wenn das Wort "gesetzt" in Tuchels Trainervokabular nicht existiert. Der einzige echte Konkurrent des 24-jährigen Niederösterreichers ist Zsolt Löw.

Tuchel ist von den ersten Eindrücken angetan. "Christian präsentiert sich so, wie wir das erwartet haben: ehrgeizig, lernbereit, mit viel Power und Vorwärtsdrang. Er ist ein positiver Typ, der sich schnell ins Team reingefunden hat."

Ivanschitz hatte in der vergangenen Saison nach einem extrem starken Herbst ein sehr durchwachsenes Frühjahr mit deutlich weniger Einsatzminuten erlebt. Tuchels Erwartungen an den 26-jährigen Burgenländer lauten: "Er darf nicht schauen, wie gut er in der Vergangenheit war. Sondern er muss schauen, dass er sich wieder in diese Form bringt. Dafür muss er alles tun, und da ist er in der Vorbereitung auf einem sehr guten Weg. Andi hat die Herausforderung total angenommen."

Die Konkurrenz für Ivanschitz ist recht groß, auf seinen Positionen im eher ungewohnten linken bzw. zentralen Mittelfeld muss er sich u.a. gegen Jan Simak, Lewis Holtby, Haruna Babangida und Andre Schürrle durchsetzen. "Ich bin bereit und stelle mich der Herausforderung. Und ich bin auch für neue Positionen immer offen", zeigt sich Ivanschitz kämpferisch.

Sollte Ivanschitz das schaffen und es zur rot-weiß-roten Achse kommen, könnten auch die Chancen auf ein Comeback im ÖFB-Team steigen. "Das Potenzial ist da, dass das früher oder später eine gute Achse werden kann. Auch fürs Nationalteam. Phasenweise hat es schon ganz gut geklappt, wir verstehen uns sehr gut und können uns gut pushen. Aber man muss Geduld haben", meinte Ivanschitz, der von Teamchef Dietmar Constantini stets unberücksichtigt geblieben war.

Am Montag hätte es die Gelegenheit für eine kleine Aussprache zwischen Ivanschitz und Constantini gegeben. Denn der Teamchef schaute beim Test der Mainzer gegen Panathinaikos in Mittersill Fuchs und Ivanschitz auf die Beine - zu einem Gespräch kam es jedoch nicht. "Ich will das ehrlich gesagt gar nicht überbewerten, nach dem Match herrschte großer Rummel. Aber es ist natürlich schon ein wenig schade, dass so eine Möglichkeit ausgelassen worden ist", so Ivanschitz.

Fuchs möchte seinen Teil beitragen, Ivanschitz den Weg zurück zu ebnen. "Ich weiß, dass er fürs Team spielen möchte. Und unser Spiel könnte dem Andi helfen. Denn was im Club funktioniert, kann auch im Nationalteam klappen." Das nächste Länderspiel steht bereits in wenigen Tagen am 11. August in Klagenfurt gegen die Schweiz auf dem Programm.

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