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Salzburger noch ohne Saisontor © APA (Archiv/Neubauer)

Der große Schlager der Fußball-Bundesliga zwischen Rekordmeister und regierendem Meister wird am Sonntag zum Duell zweier

Der große Schlager der Fußball-Bundesliga zwischen Rekordmeister und regierendem Meister wird am Sonntag zum Duell zweier Nachzügler. Wenn in der dritten Runde Rapid im Hanappi-Stadion gegen Salzburg antritt, dann empfängt der punktlose Achte den torlosen Sechsten. Dennoch hat die Partie für Salzburg-Trainer Huub Stevens nach wie vor einen besonderen Stellenwert.

"Unabhängig von der momentanen Situation bleibt es ein Spitzenspiel, so wie immer", betonte der Niederländer. "Die Rapidler haben ihre Qualitäten und werden sie gegen uns sicher abrufen. Und dass sie jetzt zweimal verloren haben, das sagt gar nichts." Stevens, der noch um den Einsatz von Ibrahim Sekagya (Muskelverhärtung) und Christian Schwegler (Sprunggelenksverletzung) bangt, zählt Rapid so wie seine Mannschaft, die Austria und Sturm Graz zu den Titelanwärtern. "Daran ändert sich auch nach zwei Runden nichts", erklärte der 56-Jährige. Die vier Europacup-Teilnehmer bleiben für Stevens trotz oder vielleicht sogar wegen der Doppelbelastung die Top-Favoriten. "Am Anfang der Saison ist es für alle Teams besonders wichtig, rasch in den Spielrhythmus zu kommen. Darum sind die englischen Wochen am Anfang sehr gut."

Diesbezüglich haben es die Salzburger weit besser als Rapid erwischt. Während die Mozartstädter zuletzt am Dienstag in der Champions-League-Quali auf Zypern gegen Omonia Nikosia (1:1) auf dem Platz standen, absolvierten die Grün-Weißen erst am Donnerstag ihr Europa-League-Quali-Match in Sofia gegen Beroe Stara Sagora (1:1) und treffen schon am Dienstag wieder auf die Bulgaren. "Doch ich denke nicht, dass da auf Rapid große Probleme zukommen werden", vermutete Stevens mit Hinweis auf den umfangreichen Kader der Wiener, in den zuletzt Christopher Drazan keine Aufnahme fand.

Trainer Peter Pacult nahm den Jung-Nationalspieler erst gar nicht nach Bulgarien mit. "Ich weiß nicht, warum so viel Aufsehen und fast schon eine Staatsaffäre gemacht worden ist, wenn jemand, der zwei Partien von Beginn an spielt und nicht seine Leistung bringt, nicht im Kader ist", wunderte sich der 50-Jährige. Drazan kickt am Freitag in der ÖFB-Cup-Vorrunde bei den Rapid Amateuren gegen den Stadtligisten ISS Admira Technopool, ob er gegen Salzburg in die Kampfmannschaft zurückkehrt, ist offen. "Man muss zuerst auf sich selbst schauen und die Fehler nicht immer woanders suchen. Das gilt aber nicht nur für Christopher, sondern auch für andere", kritisierte Pacult. Sicher nicht dabei sein werden weiterhin Ragnvald Soma (Sprunggelenksverletzung) und Veli Kavlak (Schienbein- und Knieprobleme), der nunmehrige Ersatzgoalie Helge Payer versäumte das Freitag-Training wegen Rückenbeschwerden.

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