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Daxbacher erwartet "harten Brocken" © APA (Archiv/Hochmuth)

Eine Woche nach dem Überraschungserfolg gegen Rapid will der SC Wiener Neustadt seine Spitzenposition in der Fußball-Bundesliga

Eine Woche nach dem Überraschungserfolg gegen Rapid will der SC Wiener Neustadt seine Spitzenposition in der Fußball-Bundesliga auch gegen eine vor Selbstvertrauen strotzende Austria verteidigen. Die Wiener halten vor dem Duell um die Topplätze bei 17 Partien ohne Niederlage und acht Liga-Siegen in Serie. Im Stadion Wiener Neustadt am Sonntag (16.00 Uhr) soll dieser Lauf fortgesetzt werden.

"Wir wollten unbedingt eine Serie starten, das ist gelungen. Jetzt haben wir Rückenwind und ich glaube, dass wir nur sehr schwierig zu besiegen sein werden", meinte Austria Mittelfeldmann Zlatko Junuzovic, der beim 1:0-Auswärtserfolg in Niederösterreich im Frühjahr das entscheidende Tor erzielte. Neustadts Trainer Peter Schöttel nahm gerade dieses Ziel ins Visier: "Die Austria ist im Moment sehr gut drauf - aber das sind wir auch. Wir wollen ihre imposante Serie brechen."

Vor dem Vergleich zweier spielstarker Teams tankten die Hausherren mit einem 5:0 gegen den LASK sowie dem 2:1-Coup in Hütteldorf ebenfalls gehörig Selbstvertrauen. Mit der Austria gastiert aber ausgerechnet jener Gegner in Niederösterreich, der am 4. April als bisher letzte Mannschaft drei Zähler aus Wiener Neustadt entführte. Den Vizemeister schätzt man beim SC jetzt sogar noch stärker ein. "Aus meiner Sicht ist die Austria im Vergleich zum Frühjahr noch stärker geworden", meinte Schöttel, der mit Blick auf die eigenen Erfolge aber auch erklärte: "Ich sehe dennoch eine komplett ausgeglichene Ausgangssituation.

Die Austria plant indes den neunten Liga-Streich en suite. Nach dem 3:1 gegen Ruch Chorzow erwartet Karl Daxbacher mit den Wiener Neustädtern aber einen "harten Brocken". Nach einem Erfolg gegen die Schöttel-Elf dürften sich die Favoritner auf zwei auf dem Papier weniger schwere Spiele einstellen. Nach dem Rückspiel gegen die Polen am kommenden Donnerstag wartet noch das Heimspiel gegen die SV Ried. Erst dann können die Austrianer nach den englischen Wochen kurz ausschnaufen.

Am Sonntag hofft die Austria auf eine Partie mit Heimspiel-Charakter. "Von der Tabellenkonstellation ist es ganz interessant. Ich erwarte mir deshalb viele Austria-Fans in Wiener Neustadt", meinte Daxbacher vor seinem 75. Liga-Match als Austria-Coach. Verzichten müssen die Wiener weiter auf die verletzten Milenko Acimovic und Marko Stankovic. Auch ohne das Duo zeigte die Austria aber in der vergangenen Woche in Linz und Chorzow spielerisch starke Vorstellungen. Dies soll auch Wiener Neustadt spüren.

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