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Beide Teams mit einem Zähler zufrieden © APA

SC Wr. Neustadt, der Noch-Verein von Magnat Frank Stronach, und FK Austria Wien, der frühere Geldempfänger des

SC Wr. Neustadt, der Noch-Verein von Magnat Frank Stronach, und FK Austria Wien, der frühere Geldempfänger des austro-kanadischen Milliardärs, haben am Sonntag brüderlich die Punkte geteilt. Mit dem 0:0, dem ersten Remis im fünften Duell, blieben die Niederösterreicher auch nach der dritten Runde der Fußball-Bundesliga Spitzenreiter und die Favoritner punktegleich Tabellendritter.

Unter dem Strich waren beide Teams mit dem einen Zähler zufrieden. "Das war die beste Austria, gegen die ich als Trainer angetreten bin", machte der Ex-Rapidler Peter Schöttel dem Gegner Komplimente, wollte die erfolgreiche Verteidigung von Platz eins in der Tabelle aber nicht überbewerten. Der frühere Teamspieler ist kein Freund großer Worte, er lässt lieber seine Arbeit sprechen. Und die trägt Früchte. Eine Woche nach dem 2:1 in Hütteldorf gegen Rapid wurde auch der zweite Große aus Wien gebremst.

Immerhin sind die in der ersten halben Stunde starken "Magnaten" jetzt seit 5. Mai (0:1 in Graz gegen Sturm) in fünf Runden (3-2-0) ungeschlagen und wurde die Siegesserie des Vizemeisters mit acht Erfolgen in Serie beendet. In der 54. Minute zappelte der Ball nach einem Gestocher sogar im Austria-Netz, doch Schiedsrichter Thomas Prammer (OÖ) annullierte den Treffer, weil Hannes Aigner den Ball vorher gesperrt hatte.

"Ich versuchte nur aufzustehen, habe den Ball nicht eingeklemmt", beteuerte Aigner, der zugab, dass alles sehr schnell gegangen und es für den Referee nicht leicht gewesen wäre. "Beide Mannschaften hatten Probleme mit der Hitze. Wir hatten vielleicht die besseren Chancen, aber die Austria war feldüberlegen", resümierte der Stürmer mit violetter Vergangenheit. Die Neustädter sind zu Hause jetzt seit 4. April, seit dem 0:1 gegen die Austria, ungeschlagen.

Gäste-Torhüter Heinz Lindner gab Prammer und Aigner recht. "Es war eine schwierige Situation für den Schiedsrichter. Doch ich denke, dass es kein Tor war", gestand der seit 17. Juli 20-Jährige. Sowohl er als auch Aigner brachten auch die hohen Temperaturen ins Spiel. "Es war eine gerechte Punkteteilung, die Hitze war schuld, dass wir nicht bis zum Ende voll durchhielten", meinte Lindner, und der Stürmer fügte hinzu: "Beide Teams hatten Probleme mit der Hitze."

Karl Daxbacher blieb zum Jubiläum in seinem 75. Liga-Spiel als Austria-Trainer (42-18-15) ein Dreier versagt. Aber immerhin sind seine Schützlinge nun in 18 Pflichtspielen (15 in der Liga und 3 im Europacup/14-4-0) unbesiegt. "Meine Mannschaft war ab der 30. Minute spielbestimmend. Es ist ihr aber nicht gelungen, zwingende Chancen herauszuspielen. Es hat der Nachdruck gefehlt, wurde manchmal das Kurzpassspiel übertrieben. Das Unentschieden ging in Ordnung", bilanzierte der Niederösterreicher.

Zuletzt haben die Wiener in der Liga am 14. März (0:2 in Hütteldorf) kein Tor erzielt und 0:0 am 1. Mai 2009 daheim gegen SV Mattersburg gespielt. Das Visier wieder besser einstellen, regenerieren und konzentrieren heißt es nun für die nächste Partie am Donnerstag im Horr-Stadion (20.30 Uhr/live ORF 1), wo die Veilchen im Drittrunden-Rückspiel der Europa-League-Qualifikation gegen Ruch Chorzow mit dem 3:1-Guthaben von Polen vor dem Aufstieg stehen.

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