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Nach Sieg über Red Bull wieder in Fahrt © APA (Hochmuth)

Gerade rechtzeitig vor dem Drittrunden-Rückspiel in der Qualifikation für die Fußball-Europa-League scheint der SK Rapid

Gerade rechtzeitig vor dem Drittrunden-Rückspiel in der Qualifikation für die Fußball-Europa-League scheint der SK Rapid wieder in Fahrt zu kommen. Die Hütteldorfer gehen am Dienstag mit der Moralinjektion des 2:1 gegen Meister Salzburg in das Duell mit dem bulgarischen Cupsieger Beroe Stara Sagora, gegen den nach dem 1:1 in der Vorwoche bereits ein torloses Remis zum Aufstieg reichen würde.

Eine Defensivtaktik ist vom Rekordmeister im Hanappi-Stadion aber nicht zu erwarten. "Auf ein 0:0 zu spielen, ist nicht meine Art", betonte Trainer Peter Pacult, der eine angriffslustige Rapid-Mannschaft ankündigte. "Wir werden versuchen, den Gegner sofort unter Druck zu setzen. Und ich hoffe auf ein ausverkauftes Haus, denn vor so einer Kulisse wird es für Beroe schwierig."

Das Resultat aus dem Hinspiel bezeichnete Pacult als "gute Ausgangsposition", die Bulgaren seien "eine Mannschaft in unserer Reichweite". Zum entscheidenden Faktor könne der Sieg gegen die Mozartstädter werden. "So ein Erfolgserlebnis tut gut und bringt der ganzen Mannschaft Selbstvertrauen", erklärte Pacult.

Der Wiener verzichtete auf die Verschiebung der Salzburg-Partie, um seine Mannschaft im Spielrhythmus zu halten. Dafür nahm er auch in Kauf, dass seine Kicker zwischen dem Kraftakt gegen die "Bullen" und dem Duell mit Beroe nur 50 Stunden Pause haben, während der Zehnte der abgelaufenen bulgarischen Meisterschaft seine Liga-Partie am Wochenende absagen ließ. "Man überlegt sich das Für und Wider, und ich bin zu diesem Schluss gekommen, weil ich gewusst habe, dass auch bei den Salzburgern nicht alles eitel Sonnenschein ist. Mir ist nicht angst und bange, dass die Spieler am Dienstag nicht stehen können."

Die Entscheidung traf Pacult alleine, ohne Rücksprache mit den Spielern. "Jetzt sind wir froh, dass wir das Salzburg-Match gespielt haben, davor war es nicht ganz so", schmunzelte Steffen Hofmann am Sonntag, gab aber auch zu, dass man als Fußballer am zweiten Tag nach einer Partie oft am müdesten ist.

Von Klagen seitens der Mannschaft will Pacult jedoch nichts hören. "Eishockey- oder Basketball-Mannschaften spielen auch jeden zweiten Tag, da wird man doch einmal von einem Fußballer verlangen dürfen, dass er zweimal in 48 Stunden spielt", sagte der Betreuer, der die Kicker am Montag unter Anleitung von Fitness-Trainer Christian Canestrini regenerieren ließ.

Mit dabei war auch Nikica Jelavic, der von den Glasgow Rangers umworben wird und auch selbst Wechselabsichten angedeutet hat. Sportdirektor Alfred Hörtnagl äußerte sich zum möglichen Verlust eines weiteren Leistungsträgers zurückhaltend. "Im Moment gibt es nichts Konkretes, also beschäftigen wir uns nicht mit diesem Thema." Im Falle des Falles stünde aber offenbar ein Nachfolger bereit. "Sollte doch etwas passieren, werden wir reagieren", versprach der Tiroler.

Der fix in der Gruppenphase der Champions League stehende schottische Meister müsste wohl schnell handeln, will er den kroatischen Stürmer verpflichten. Das UEFA-Reglement sieht nämlich vor, dass ein Spieler, der in den Play-offs für Champions League oder Europa League im Einsatz war, danach in keiner der Gruppenphasen beider Bewerbe für einen anderen Club einlaufen darf. Sollte Rapid also die Hürde Beroe nehmen und Jelavic in der darauffolgenden Europacup-Runde eingesetzt werden, wäre ein Transfer zu den Rangers ziemlich sicher passe.

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