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Der Sommer-GP erstes Abtasten in der neuen Saison © APA (Archiv/dpa)

Der Kampf um Weiten, Punkte und Prämien mitten im Sommer scheint für manche immer noch ungewöhnlich, für die Skispringer und

Der Kampf um Weiten, Punkte und Prämien mitten im Sommer scheint für manche immer noch ungewöhnlich, für die Skispringer und ihre Fans ist der Sommer-Grand-Prix allerdings ein fixer Bestandteil. Kein Wunder, kann man die am Wochenende in Hinterzarten mit einem Team- und einem Einzelbewerb beginnende, bereits 17. Auflage des Kräftemessens doch schon als Traditionsveranstaltung bezeichnen.

Österreichs Adler werden aber nicht in Bestbesetzung in die insgesamt sieben Schauplätze umfassende Serie starten. "Wie in den vergangenen Jahren werden einige Top-Athleten nicht den gesamten Sommer-GP dabei sein", meinte Cheftrainer Alexander Pointner im Gespräch mit der APA - Austria Presse Agentur. Erst in Wisla am 20./21.8. wird die komplette Nationalmannschaft mit von der Partie sein. Wisla, der Heimatort von Adam Malysz, ist anstelle von Zakopane erstmals Schauplatz eines Sommer-GP und es wird, wie immer in Polen, ein großer Fan-Ansturm erwartet.

Neben Thomas Morgenstern und David Zauner aus der ersten Trainingsgruppe werden Lukas Müller und erstmals auch Andreas Strolz und David Unterberger eingesetzt, um die Wettkampfsituation bei den Großen zu erproben. Gregor Schlierenzauer, Wolfgang Loitzl, Andreas Kofler und Martin Koch bereiten sich bis zum Wochenende in Polen u.a. in einem weiteren Trainingskurs auf die WM-Saison vor.

Das ÖSV-Team, das komplett beim Beachvolleyball-Grand-Slam in Klagenfurt zu Gast war, ist topfit, es sind keine Verletzungen zu beklagen, bestätigt der Cheftrainer, der ja nun in neuen Strukturen im ÖSV arbeitet. Nach dem Abgang von Toni Innauer als Nordischer Direktor wurde diese Funktion nicht nachbesetzt. Hans Pum ist nun Sportdirektor für alle Sparten, das Miteinander der einzelnen Sportarten soll gefördert werden. "Es ist wirklich befreiend, weil man hat in den letzten Jahren schon ein bisschen mit den Ellbogen zu den anderen geschaut. Jetzt, wenn man anfängt, zusammenzuarbeiten, lernt man die Qualitäten der anderen zu schätzen. Wenn wir unser Know-how jetzt zusammenbringen, wir werden wieder einen Schritt weiter als alle anderen sein", ist der Erfolgs-Trainer überzeugt.

Zu einigen Ressourcen habe man nun im Gegensatz zu früher Zugriff. "Früher hat man das Rad neu erfinden müssen, dabei hat es das schon im eigenen Verband gegeben." Das eine oder andere Aha-Erlebnis habe es schon gegeben, "weil plötzlich der Fächer wesentlich größer ist mit Leuten, mit denen man diskutieren kann".

Während beim Sommer-GP im Vorjahr die neue Regel mit Windkompensation und variabler Anlauflänge erfolgreich getestet wurde und im kommenden Winter nun bei jedem Weltcupbewerb angewandt wird, wird man heuer wohl besonderes Augenmerk auf die Bindungssysteme legen. Die Bindung des nunmehr vierfachen Olympiasiegers Simon Ammann hatte im vergangenen Winter für viel Zündstoff gesorgt, mittlerweile testen die Nationalteams fieberhaft selbst entwickelte Neuerungen in diese Richtung und halten sich mit Informationen bedeckt. Das Regulativ dürfte sich diesbezüglich nicht ändern.

"Die letzte Entwicklung ist, dass es vonseiten der FIS überhaupt nichts gegeben hat. Es gibt keine Einschränkungen, und das ist bei einem so sicherheitsrelevanten Teil der Ausrüstung eigentlich ein Wahnsinn", wiederholte Pointner seine schon im Olympiawinter geäußerte Kritik in Richtung FIS. Auch im ÖSV werden freilich mehrere Varianten getestet. "Es nimmt sehr viel Zeit, Energie und Geld in Anspruch, ich finde, das müsste nicht unbedingt sein", sagte Pointner, der mit Alexander Diess einen neuen Co-Trainer zur Seite hat.

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