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Aus Österreichs Sommer in Argentiniens Winter © APA (Archiv/Pfarrhofer)

Auf der Südhalbkugel bereitet sich ein Großteil der österreichischen Alpinski-Teams auf den kommenden Weltcup- und WM-Winter

Auf der Südhalbkugel bereitet sich ein Großteil der österreichischen Alpinski-Teams auf den kommenden Weltcup- und WM-Winter vor. Die Abfahrts-Damen hat es sogar ans "Ende der Welt" verschlagen. Elisabeth Görgl, Andrea Fischbacher und Co. weilen seit Anfang August am Südzipfel Argentiniens. Das Skigebiet Cerro Castor liegt in der Nähe von Ushuaia in Feuerland, am Ende der legendären "Panamerica".

Ushuaia ist die südlichste Stadt der Welt, gilt als "Tor zur Antarktis" und bezeichnet sich selbst gerne als Ende der Welt. In der ersten Woche waren die ÖSV-Speed-Damen allerdings zur Beinahe-Untätigkeit verurteilt, weil die fast drei Tonnen Gepäck und damit auch die Rennski im Zoll von Buenos Aires liegen geblieben waren. Die lange Reise und der dreieinhalbwöchige Aufenthalt in Südamerika soll sich aber dennoch lohnen und haben einen wesentlichen Zweck: Nämlich auf möglichst harten Pisten zu trainieren.

Das Skigebiet beginnt praktisch auf Meeresseehöhe und ist insgesamt nur an die 1.500 m hoch, dafür können mit dem Sprühbalken perfekte Kunstschnee- und Rennbedingungen simuliert werden. "Sowas ist wo anders derzeit kaum möglich", erklärte Kriechbaum. "Und wir wollen künftig ja auf härteren Pisten besser bestehen."

Weite Reisen gibt es diesen Sommer auch für die ÖSV-Technik-Damen und die Abfahrts-Herren. Marlies Schild, Nicole Hosp sowie nach einem erfolgreichen Belastungstest im Mölltal auch Michaela Kirchgasser (Knie) flogen Freitag nach Neuseeland, nicht dabei ist Eva-Maria Brem (Schienbeinbruch Anfang April).

Michael Walchhofer und Co. verbringen einen Teil des europäischen Sommers im Winter. Ziel der "wiederbelebten" Abfahrtstruppe von Andreas Evers ist ab 19. August Portillo in Chile. Mit von der Partie sind neben Team-Routinier Walchhofer auch noch Mario Scheiber, Georg Streitberger, Klaus Kröll sowie die zuletzt von Verletzungen zurückgeworfenen Andreas Buder, Franz Max, Hans Grugger und Joachim Puchner, weiters die "Kombinierer" Romed Baumann und Hannes Reichelt.

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