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Trainer Daxbacher konnte zufrieden sein © APA (epa)

3:1 in Polen und 3:0 in Favoriten - FK Austria Wien hat am Donnerstag gegen Ruch Chorzow im Spaziergang die finale Qualifikation

3:1 in Polen und 3:0 in Favoriten - FK Austria Wien hat am Donnerstag gegen Ruch Chorzow im Spaziergang die finale Qualifikation in der Europa League geschafft. Keine 15 Stunden später sah der Vizemeister mit Spannung der Auslosung für die vierte Runde (Play-off) in Nyon entgegen. "Wir haben gut gespielt und verdient gewonnen", resümierte Trainer Daxbacher das 19. Pflichtspiel ohne Niederlage.

Die Oberschlesier, deren nationale Meisterschaft erst am Wochenende beginnt, hatten ihren letzten Funken Hoffnung schon nach drei Minuten verspielt. Da foulte Grodzicki im Strafraum Jun, flog vom Platz und Klein besorgte per Elfer das 1:0. Und nach 21 Minuten stand es durch einen Doppelpack von Baumgartlinger 3:0. "Nach der 3:0-Führung war es nur mehr eine taktische Schulung für Ruch, wie man das Resultat mit zehn Mann über die Zeit bringt", sagte Daxbacher.

Seine Truppe hatte den Gegner wie "befohlen" nicht auf die leichte Schulter genommen, sondern hat - auch begünstigt durch den Ausschluss und das früher 1:0 - wie vom Coach "befohlen" mit Vollgas begonnen. Zum "Helden der Partie" stieg Julian Baumgartlinger auf, den nicht nur seine ersten Pflichtspieltore im violetten Dress große Freude bereiteten. Dass die Fans nach dem "Geisterspiel" gegen Siroki Brijeg wieder da waren, hat ihn ebenso entzückt. Mit seinem zweiten Treffer hat er auch die Zuschauer teilhaben lassen. Es war ein Gustostückerl, wie es ein Torjäger nicht besser hätte zeigen können.

Der frühere Münchner "Löwe" überhob im Strafraum Keeper Pilarz und rollte den Ball ins Netz. "Es war ein Traumpass von Jun, da ist mir nichts anderes übriggeblieben", meinte Baumgartlinger zu seinem zweiten Streich. Er hoffe jetzt, bis zum nächsten Torjubel nicht wieder so lange warten zu müssen. Dass er diesmal von Beginn an zum Einsatz kam, lag auch an der Sperre von Junuzovic, der aber diesmal ebenso nicht abging wie der weiterhin verletzte Acimovic.

Der Trainer habe die Qual der Wahl, wenn er im Mittelfeld aufstelle. "Der Konkurrenzkampf ist gut, man muss auch im Training immer die Leistung bringen", sagte Baumgartlinger zum breiten Angebot im Mittelfeld. Die Abstimmung mit Peter Hlinka gegen Ruch habe sehr gut funktioniert. "Wir haben auf gleicher Höhe agiert und sind abwechselnd in die Offensive gegangen", erzählte Baumgartlinger, der seine Vorstöße perfekt genützt hatte.

Ruch, der polnische Co-Rekordmeister und zuletzt Liga-Dritte, stand nach dem Ausschluss der violetten Gala hilflos gegenüber. Auf der Westtribüne der mitgereisten 1.100 Anhänger, die sich im Stadion vorbildlich verhielten, war manchmal mehr Bewegung als in den Reihen ihrer Mannschaft auf dem Rasen. "Dass die Austria die bessere Mannschaft ist, hat man gesehen", bilanzierte Chorzow-Trainer Waldemar Fornalik. Seiner Meinung nach hätte Ruch mit elf Mann die Austria mehr fordern können. "Aber der Elfer und die Rote Karte gegen uns waren falsch", kritisierte er den niederländischen Schiedsrichter Pol van Boekel.

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