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Windtner glaubt an eingeschlagenen Weg © APA (Archiv/Jäger)

ÖFB-Präsident Windtner misst dem Test-Länderspiel am Mittwoch in Klagenfurt gegen die Schweiz große Bedeutung zu. "Dieses

ÖFB-Präsident Windtner misst dem Test-Länderspiel am Mittwoch in Klagenfurt gegen die Schweiz große Bedeutung zu. "Dieses Spiel soll noch einmal ein echter, zusammenfassender Test werden, um dann mit einer ausgewogenen, strukturierten Mannschaft in die EM-Qualifikation zu gehen", meinte Windtner vor der Generalprobe für die ersten Qualifikationsspiele gegen Kasachstan und Aserbaidschan.

Windtner erwartet sich eine klare Steigerung gegenüber dem jüngsten Länderspiel am 19. Mai in Klagenfurt gegen Kroatien (0:1). "Dieses Match war sicherlich ein kurzzeitiger Rückfall. Weil wir von der Herangehensweise nicht das ausgestrahlt haben, was sich die österreichischen Fans erwarten. Weil wir nicht mit Engagement und Herz ins Match gegangen sind. Aber Kroatien gehört abgehakt, es gilt die volle Konzentration auf die Schweiz, die sicher ein mehr als schwieriger Gegner für uns sein wird."

In der EM-Quali treffen die Österreicher dann neben Kasachstan und Aserbaidschan auch auf Deutschland, Belgien und die Türkei. Logischerweise wären da zwei Auftakt-Heimsiege die Grundvoraussetzung, um im Rennen um die ersten beiden Plätze ein Wörtchen mitzureden. Das weiß auch der ÖFB-Boss, der beim Quali-Start auch aufs Fingerspitzengefühl von Teamchef Dietmar Constantini setzt.

"Die wichtigste Aufgabe wird sein, aus der notwendigen Spannung, die man für diese Matches aufbauen muss, keine Drucksituation zu entwickeln. Aber Fakt ist, dass wir die ersten zwei Heimspiele gewinnen müssen, da ansonsten die Quali in weite Ferne rückt", so Windtner. Trotz der schwierigen Gruppe hält der 59-jährige Oberösterreicher an den Zielen für die Quali für die EM 2012 in Polen und der Ukraine fest.

"Das Wichtigste ist, dass wir in dieser Quali Leistungen zeigen, anhand derer wir sagen können: 'Jawohl, wir haben uns weiterentwickelt.' Dass das bedeutet, dass wir am Ende zumindest Platz zwei erreichen wollen, ist die logische Konsequenz."

Windtners wichtigste Erkenntnis von seiner Reise zur WM nach Südafrika war: "Jene Länder wie Spanien, Deutschland und die Niederlande, die viel Entwicklungsarbeit leisten, waren erfolgreich. Das heißt, es lohnt sich wirklich, langfristige und nachhaltige Konzepte zu realisieren. Spanien profitiert von vielen U17-, U19- und U21-Europameistern, die sind in der Nationalmannschaft wie eine Perlenkette aufgereiht. Das bestärkt uns, unseren Weg weiterzugehen. Auch, wenn der große Erfolg kurzfristig noch nicht da ist."

Die teilweise starken Leistungen des Nachwuchses, wie jene der U19 bei der EM in Frankreich, bestärkt die ÖFB-Spitze zusätzlich. "Uns ist von zahlreichen neutralen Experten bestätigt worden, dass Österreich punkto Spielanlage sowie technischer und taktischer Perfektion einen Schritt weitergekommen ist. Das ist ein Ergebnis des Gesamtkonzepts, in dem auf die österreichische Welle gesetzt wird. Das hilft den Clubs und dem Nationalteam."

Mut macht Windtner außerdem die Tatsache, dass bei der WM 2010 auch kleinere Nationen aufgezeigt haben. "Die Art und Weise, mit welcher Leidenschaft die Slowakei Italien aus dem Turnier geworfen hat, kann für uns nur ein Vorbild sein. Aber auch die Schweiz und Slowenien haben aufgezeigt. Und Uruguay hat mit seinen 3,3 Millionen Einwohnern eine überraschend sympathische und starke Rolle gespielt. Das sind Leitbilder, an denen wir uns orientieren sollten."

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