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Erfolgstrainer Hitzfeld lobte die ÖFB-Elf © APA (epa)

Ottmar Hitzfeld ist ein echter Sir. Das zeigt sich auch anhand der Höflichkeiten, die der Schweizer Nationaltrainer dem

Ottmar Hitzfeld ist ein echter Sir. Das zeigt sich auch anhand der Höflichkeiten, die der Schweizer Nationaltrainer dem österreichischen Fußball-Team vor dem Test am Mittwoch im Klagenfurter Wörthersee-Stadion entgegenbringt. "Österreich stellt einen beeindruckenden Kader und die Mischung im Team scheint mir nahezu perfekt.", erklärte der 61-jährige Deutsche.

Hitzfelds Anlauf mit den Eidgenossen auf die EM 2012 in Polen und die Ukraine soll seine letzte fußballerische Aufgabe werden. Die Schweizer, deren aktuelles Markenzeichen das Toreverhindern ist, bekommen es in der Qualifikation mit England, Bulgarien, Montenegro und Wales zu tun. "Das werden meine letzten zwei Jahre im Trainergeschäft sein", kündigte Hitzfeld an. Nicht einmal ein eventuelles Angebot als Teamchef seiner Heimat könnte seine Meinung ändern.

Bei der WM 2010 in Südafrika hat Hitzfeld mit seiner Truppe für die größte Sensation des gesamten Turniers gesorgt. Gleich im ersten Gruppenmatch wurde der Europameister und spätere Weltmeister Spanien - wenn auch mit sehr viel Glück - 1:0 besiegt. Hitzfeld bedankte sich nach Schlusspfiff mit einem Kreuzzeichen ("Dieser Sieg war ein Geschenk des Himmels") und wurde über Nacht von den jubilierenden Schweizer Medien in "Gottmar" umgetauft. Doch trotz der Heldentat gegen die Spanier blieb die Schweiz in der Gruppenphase auf der Strecke, denn gegen Chile (0:1) und Honduras (0:0) war Verteidigen alleine zu wenig.

Ab 1998 stellte sich Hitzfeld der Herausforderung Bayern München, unmittelbar davor hatte er ein Angebot von Real Madrid ausgeschlagen. Und auch bei der Startruppe mit Oliver Kahn und Co. fand sich Hitzfeld sechs Jahre lang bestens zurecht. Viermal Platz eins in der Liga, zweimal die Nummer eins im Cup und als Krönung der Champions-League-Sieg 2001.

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