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Arnautovic macht sich in Deutschland keine Freunde © APA (EXPA/NPH/Kokenge)

Marko Arnautovic hat nach seinem Transfer von Inter Mailand noch kein Pflichtspiel für Werder Bremen bestritten, aber schon jede

Marko Arnautovic hat nach seinem Transfer von Inter Mailand noch kein Pflichtspiel für Werder Bremen bestritten, aber schon jede Menge Schlagzeilen geliefert. Sein Auftritt nach der Pause im Fußball-Testspiel des deutschen Bundesligisten am Samstag in London gegen Fulham (1:5) zog heftige Kritik nach sich. "Wir gewähren Marko noch eine Schonfrist", sagte der erboste Sportdirektor Klaus Allofs.

Der 21-Jährige, dessen Wechsel seinem bisherigen Eigner Twente Enschede 6,5 Mio. Euro eingebracht haben soll, sei auf der Insel nur aufgefallen, weil er besonders lust- und lauffaul gewesen sei. "Wenn er nicht verinnerlicht, dass wir nur als Gemeinschaft bestehen können, hat er keine Zukunft bei Werder", wurde Allofs in dem Artikel unter dem Titel "Null-Bock-Ösi droht der Rauswurf" zitiert.

Die Frage, wie lange die Bewährung für Arnautovic dauere, beantwortete Allofs so: "Marko ist zu außergewöhnlichen Dingen fähig. Aber er muss lernen sich einzufügen. Da hat er Nachholbedarf." Wann habe es das mal gegeben, dass ein Verein seinen neuen Star schon nach vier Wochen Vorbereitung so anzähle, fragte "Bild". Kapitän Torsten Frings soll erneut die arrogante Art des Wieners, der zweifellos fußballerisches Können besitze, angeprangert haben.

Bekommt Arnautovic eine Woche vor dem Saisonstart (DFB-Cup Samstag auswärts gegen RW Ahlen) und 14 Tage vor Ligabeginn (21. August auswärts gegen TSG 1899 Hoffenheim) nicht die Kurve, könnte der ÖFB-Teamspieler als "weißer Carlos Alberto" in die Werder-Annalen eingehen. Die Bremer hatten es 2007/08 mit dem über sieben Millionen Euro teuren Brasilianer Carlos Alberto zuerst auch mit Geduld versucht, wurden nicht belohnt und schoben ihn wegen Disziplinlosigkeit in die Heimat ab.

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