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Drazan und Alaba verstärken die U21 © APA (Jäger)

Mit einem Sieg gegen Weißrussland könnte Österreichs Fußball-U21-Team am Mittwoch (19.00 Uhr) in Pasching einen großen

Mit einem Sieg gegen Weißrussland könnte Österreichs Fußball-U21-Team am Mittwoch (19.00 Uhr) in Pasching einen großen Schritt in Richtung EM-Premiere 2011 in Dänemark machen. Derzeit sind die ÖFB-Junioren punktegleich mit Schottland und einen Zähler vor den Weißrussen Tabellenführer. Die Gruppensieger sowie die vier besten Gruppenzweiten qualifizieren sich für das Play-off.

"Die Ausgangsposition ist klar. Dieses Spiel ist sehr wichtig und wir wollen es unbedingt gewinnen", versicherte Österreichs U21-Teamchef Andreas Herzog. Erklärtes Ziel des Rekordinternationalen ist es, erstmals in der Geschichte ein ÖFB-Team zur EM-Endrunde in der wichtigsten Nachwuchsklasse zu führen. "Wir haben auf jeden Fall das Potenzial, uns für die Europameisterschaft zu qualifizieren", betonte der 41-jährige Wiener.

Die Klasse manifestiert sich bereits im Kader. Dort stehen in Marko Arnautovic, David Alaba, Yasin Pehlivan und Christopher Drazan unter anderem vier Spieler mit A-Team-Erfahrung. "Als ich die Kaderliste bekommen habe, habe ich es erst gar nicht glauben können, wie hoch die Qualität in dieser Mannschaft ist", erklärte Arnautovic, der bei seinem neuen Club Werder Bremen zuletzt mehrmals für negative Schlagzeilen gesorgt hatte.

Der Ex-Bremer Herzog kündigte an, dem hoch talentierten Jungstar nach dessen Undiszipliniertheiten im Training ins Gewissen zu reden. "Er hat alle Anlagen, ein ganz Großer zu werden. Aber er muss auch erkennen, dass Talent alleine nicht reicht", sagte Herzog. Dramatisieren wollte er die Situation des Offensivspielers bei Werder aber keinesfalls. Die "Bild"-Zeitung hatte zuletzt bereits von einem Ultimatum an den Neuzugang berichtet.

An all das wollte Arnautovic in Pasching nicht denken - auch nicht an ein mögliches Play-off oder die erstmalige EM-Teilnahme. "Wir denken nur an das Spiel. Die Spieler, die jetzt dabei sind, werden aber auch im nächsten Spiel (der Entscheidungspartie am 7. September in Schottland/Anm.) dabei sein", sagte Arnautovic. Was Herzog zu einer süffisanten Anmerkung verleitete: "Ich habe gar nicht gewusst, dass du jetzt den Kader machst!"

Gegen die Weißrussen hatte das ÖFB-Team zum Auftakt im August 2009 seine bisher einzige Niederlage der laufenden Quali kassiert (1:2). "Das ist ein Gegner auf Augenhöhe, wir haben jetzt aber mehr Qualität zur Verfügung", meinte Herzog, der wegen Knieproblemen lediglich von Rapids Veli Kavlak eine Absage erhielt. Dessen Clubkollege Pehlivan betonte die gute Stimmung, die im rot-weiß-roten U21-Lager herrscht: "Wir sind alle fast wie Brüder."

Große Hoffnungen werden in das fußballbegeisterte oberösterreichische Publikum gesetzt. Das 7.000 Zuschauer fassende Waldstadion soll gut gefüllt sein, ein mögliches Play-off-Heimspiel würde der ÖFB in Steyr austragen. Unverständnis äußerte Herzog nur darüber, dass die Partie nirgendwo im TV zu sehen ist. "Ich hätte mir schon gewünscht, dass das Fernsehen dem Spiel mehr Bedeutung beimisst", sagte der Teamchef. Jene Bedeutung, die es für den österreichischen Fußball zweifelsohne hat.

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