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DFB-Team "erst 2014 am Höhepunkt" © APA (Archiv/epa)

Offiziell ist Joachim Löw nur für weitere zwei Jahre der Vordenker im deutschen Fußball-Nationalteam - doch planen will der

Offiziell ist Joachim Löw nur für weitere zwei Jahre der Vordenker im deutschen Fußball-Nationalteam - doch planen will der Teamchef schon bis zur WM 2014 in Brasilien. Erst dann sieht Löw sein Team am Zenit. "Diese Mannschaft wird erst 2014 auf ihrem Höhepunkt sein", erklärte der Trainer vor dem Start in seine neue Amtszeit mit dem Testspiel gegen Dänemark am Mittwochabend in Kopenhagen.

Die EM 2012 samt Qualifikation, in der die Deutschen u.a. auf Österreich treffen, wird also zur Zwischenstation auf dem angestrebten Weg gesehen, den der spätere Weltmeister Spanien im Juli im WM-Halbfinale in Südafrika gestoppt hatte - jenen auf den Thron des Weltmeisters. "Die Motivation ist extrem hoch, diese Mannschaft weiterzuentwickeln", hat Löw nach dem EM-Finale 2008 und zuletzt WM-Rang drei längst eingeräumt.

In den Wochen vor und während der WM in Südafrika hat Löw praktisch als Nebenprodukt mit einem Konzept den Grundstein für den weiteren Weg der deutschen Nationalmannschaft gelegt. Die Vertragsverlängerung mit dem 50-Jährigen folgte fast zwangsläufig. Anders als nach der EM vor zwei Jahren in Österreich und der Schweiz muss der Teamchef keine größeren Korrekturen an seinen Ideen vornehmen, sondern diese nur verfeinern.

Die Basis steht - kommt aber bei Löw immer wieder auf den Prüfstand. Von den 23 WM-Fahrern hat nur der 36-jährige Keeper Jörg Butt keine Zukunft im Team. Zu den restlichen 22 Akteuren gesellen sich acht Nationalmannschafts-Rückkehrer und zwei Neulinge, die der Bundestrainer für den nicht unumstrittenen Test gegen Dänemark einberufen hat. Aus dem aktuellen U21-Team gehört zudem mindestens ein halbes Dutzend Talente zum erweiterten Löw-Kreis.

Trotz des problematischen Termins in Kopenhagen wenige Tage vor dem Saisonstart mit Cup und Bundesliga ist deshalb Löw sogar "froh über diese gesamte Konstellation". Denn für die nächsten 13, 14 Monate der EM-Qualifikation will der Chef einen breiteren Kader. "Jetzt beginnt ein neuer Abschnitt", sagte der ehemalige Trainer von FC Tirol und Austria Wien.

Die Jugend-Förderung bleibt auf jeden Fall ein entscheidender Baustein in Löws Konzept. "Junge Spieler sind höher belastbar", hatte er immer wieder gesagt. "Wenn junge Spieler über eine gute Qualität verfügen, dann spielt Erfahrung eine untergeordnete Rolle." Ein Sami Khedira etwa habe innerhalb von neun Wochen den Sprung vom Ersatzspieler zum WM-Aufsteiger und nun sogar zu Real Madrid geschafft. Gleiches gelte für den Bremer Mesut Özil oder WM-Schützenkönig Thomas Müller von den Bayern.

Löw weiß aber auch, dass die EM-Qualifikation mit den Gegnern Österreich, der Türkei, Belgien sowie dem Aserbaidschan und Kasachstan nicht im Vorbeigehen zu nehmen sein wird. Der Teamchef forderte daher auch für diese Aufgaben höchste Konzentration. Und er könnte weiterhin auf Michael Ballack setzen, wenngleich Philipp Lahm den Routinier als Kapitän abgelöst hat. Der 33-jährige Ballack sieht die EM in Polen und der Ukraine als seine letzte Chance, mit dem Nationalteam einen großen Titel zu gewinnen.

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