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Deutschland vergab gegen Dänemark Sieg © APA (epa)

Zwei Siege, zwei Remis und nur eine Niederlage - so lautete die Bilanz von Österreichs fünf Gegnern in der Gruppe A zur der

Zwei Siege, zwei Remis und nur eine Niederlage - so lautete die Bilanz von Österreichs fünf Gegnern in der Gruppe A zur der Qualifikation für die Fußball-EM 2012 am Mittwoch in den Testspielen. Aus der Reihe tanzten nur die Belgier, die vor den Augen von ÖFB-Spion Ernst Weber in Turku Finnland durch ein Eigentor von Vincent Kompany (Manchester City) in der 13. Minute 0:1 unterlagen.

Georges Leekens hatte sich seinen Einstand auf der belgischen Betreuerbank sicher anders vorgestellt. "Wir sind am Anfang immer einen Schritt zu spät gekommen. Gegen Deutschland Anfang September wird alles viel schneller gehen müssen", bilanzierte der 61-jährige Teamchef, der im Mai die Nachfolge des Niederländers Dick Advocaat angetreten hatte.

Kasachstan, am 7. September (20.30 Uhr) in Salzburger erster Widersacher Österreichs im Wettlauf nach Polen und in die Ukraine, tankte vor den Augen von Constantini-Späher Manfred Kern in Astana mit dem 3:1 gegen den Oman Selbstvertrauen. Die Hausherren führten durch Treffer von Karpowitsch, Zumaskalijew und Al Alvia (Eigentor) nach einer Stunde schon 3:0, ehe den Gästen kurz darauf durch Al Hosni das Ehrentor glückte.

Mit einem 1:1 mussten sich die Aserbaidschaner, die am 8. Oktober (20.30 Uhr) in Wien zweite rot-weiß-rote Gruppen-Gegner sind, in Baku gegen Kuwait begnügen. Josef Degeori, der ÖFB-Beobachter, sah die Hausherren vor der Pause durch Mammadow in Führung gehen. Den Sieg der Mannschaft des deutschen Teamchefs Berti Vogts verhinderte Al Motawaa acht Minuten vor dem Ende mit dem Ausgleich.

Zeuge eines erfolgreichen Einstands von Teamchef Guus Hiddink auf der türkischen Bank wurde Michael Baur in Istanbul, wo die Gastgeber durch späte Treffer von Emre aus einem umstrittenen Elfer und Arda Turan Rumänien 2:0 besiegten. "Es ist schön, das erste Spiel gewonnen zu haben", meinte der Niederländer, der mit der Leistung dennoch nicht ganz zufrieden war.

"Wir müssen als Team besser verteidigen. Manchmal neigen die Spieler dazu, das Tempo herauszunehmen. Das gefällt mir gar nicht. Wir werden uns auf diese Dinge konzentrieren und hoffen, sie zu verbessern", sagte Hiddink.

Einen 2:0-Erfolg zum Greifen nahe hatte auch der mit einer B-Elf angetretenen WM-Dritte Deutschland, der sich vor knapp 20.000 Zuschauern, darunter auch ÖFB-Spion Thomas Janeschitz, in Kopenhagen gegen die Dänen mit einem 2:2 begnügen musste.

"Es war ärgerlich, dass wir das so herschenken. Wenn man zehn Minuten vor Schluss 2:0 führt, sollte man das über die Bühne bringen", meinte Toni Kroos, nachdem Rommedahl in seinem 100. Länderspiel und Junker die Tore von Gomez und Helmes egalisiert hatten. Joachim Löw, der auf 16 WM-Teilnehmer plus den rekonvaleszenten Ballack hatte verzichten müssen, nahm wichtige Erkenntnisse, was einzelne Spieler betrifft, mit.

"Die Mannschaft hat versucht, die drei, vier Dinge umzusetzen, die ich vorgegeben hatte", resümierte der 50-Jährige, der die gute Organisation und das schnelle Nach-Vorne-Spielen als Positiva der zusammengewürfelten Truppe anführte. Das habe in manchen Phase ganz gut geklappt. "Dieses Spiel in Dänemark war eine Brücke, mit Belgien beginnt wieder ein neuer Abschnitt", meinte Löw. Die Deutschen beginnen in der Österreich-Gruppe am 3. September in Brüssel.

Vor dem Auftakt ist nicht nur die Kapitänsfrage offenen, sondern auch die Diskussion um die Nummer eins neu entbrannt. "Ich werde vor dem Spiel gegen Belgien bekanntgeben, mit welchem Torhüter wir in die Qualifikation gehen, wer für uns die Nummer eins sein wird", kündigte Löw in Kopenhagen an. Zur Wahl steht auch Tim Wiese, der bis zu seinem Fehler, der drei Minuten vor dem Ende zum Endstand führte, bester Deutscher gewesen war.

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