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Maierhofer soll für die Tore der Zebras sorgen © APA (Archiv/Jäger)

Eine Woche vor dem Liga-Start erfolgt an diesem Wochenende der Ankick im deutschen Fußball mit der ersten Cup-Runde. Der Auftakt

Eine Woche vor dem Liga-Start erfolgt an diesem Wochenende der Ankick im deutschen Fußball mit der ersten Cup-Runde. Der Auftakt zur 68. Auflage ist insofern für Österreich von Bedeutung, als noch nie so viele ÖFB-Legionäre wie in der kommenden Saison im Land des WM-Dritten ihr Geld verdient haben. Neben sportlichen Schlagzeilen winken den Kleinen satte Einnahmen.

100.000 Euro sind jedem Verein in der ersten Runde garantiert, der Cupsieger darf am 21. Mai 2011 in Berlin mit 2,5 Mio. Euro rechnen. Die Jagd auf den FC Bayern München, der sich im heurigen Mai gegen Werder Bremen klar 4:0 durchsetzt und damit das achte Double gesichert hatte, beginnt bereits am Freitagabend mit sechs von 32 Partien. Mit Bundesliga-Aufsteiger 1. FC Kaiserslautern (Erwin Hoffer) gegen Zweitliga-Neuling VfL Osnabrück, Eintracht Frankfurt (Ümit Korkmaz) gegen den SV Wilhelmshaven (Amateur-Liga) und dem zweitklassigen MSV Duisburg (Stefan Maierhofer) gegen den Landerl-Verein VfB Lübeck (Amateur-Liga) sind am ersten Spieltag auch mehrere Ösi-Vereine im Einsatz.

"Wir sind wie immer bereit und haben auch gegen die Roten Teufel ein Chance", versprach Osnabrück-Coach Karsten Baumann Hoffer und Co. einen heißen Kampf. Der Gastgeber hatte in der vorigen Saison mit dem Hamburger SV und Borussia Dortmund zwei Große ausgeschaltet und war erst durch ein unglückliches 0:1 an Vizemeister Schalke gescheitert. Vor seinem Debüt steht Maierhofer. Der Stürmer hatte zwei Testspiele verpasst, weil er einmal im Verkehrsstau hängen geblieben und das zweite Mal verletzt gewesen war.

ÖFB-Teamheimkehrer Emanuel Pogatetz gibt seinen Pflichtspieleinstand in der Viererkette von Hannover 96 am Samstag in Elversberg. In der vorigen Saison waren die Niedersachsen gleich nach der ersten Partie (1:3 Eintracht Trier) weg vom Cup-Fenster. "Ich hoffe natürlich, dass wir diesmal besser abschneiden und einige Runden überstehen", sagte der Steirer, der Bescheid wusste, dass Hannover 1992 als Zweitligist die Trophäe schon einmal gewonnen hat.

Das große Los zog der TSV Germania Windeck mit dem Titelverteidiger. "Bayern - das ist galaktisch. Schalke war 2009 beim 0:4 unser Jahrhundertspiel, die Münchner sind unser Jahrtausendspiel", jubelt Georg Willmeroth, der Präsident des fünfklassigen NRW-Ligisten, vor der Montag-Partie in Köln. Der Sieg des krassen Außenseiters war schon das Los, das den Rekord-Cupsieger (15 Titel) und damit auch einen Österreicher (David Alaba) beschert hat.

Neben den Hannoveranern blieb 2009/10 mit dem FSV Mainz auch ein zweiter Oberhaus-Club in Runde eins auf der Strecke. Damals mussten sich Andreas Ivanschitz und Co. dem VfB Lübeck nach Verlängerung 1:2 geschlagen gaben. Für die Auswärtspartie am Sonntag gegen Berliner AK 07 hat der Burgenländer mit dem Niederösterreicher Christian Fuchs Verstärkung aus der Heimat erhalten.

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