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Hitzfeld resümierte zufrieden © APA (Pfarrhofer)

Der Schweizer Fußball-Teamchef Ottmar Hitzfeld hat am Mittwochabend in Klagenfurt gegen Österreich das gesehen, was er hatte

Der Schweizer Fußball-Teamchef Ottmar Hitzfeld hat am Mittwochabend in Klagenfurt gegen Österreich das gesehen, was er hatte sehen wollen: Knapp vier Wochen vor dem Start zur EM-Qualifikation gegen England zeigte der WM-Teilnehmer seinem Chef, dass er über personelle Alternativen verfügt. "Wir haben gezeigt, dass wir auch eine gewisse Breite haben", resümierte der Deutsche das 1:0 zufrieden.

Auch wenn der erste Sieg der Eidgenossen in einem Testspiel seit November 2008 keinen Orkan auslöste, so sprach Hitzfeld von "ein bisschen frischer Wind", der nun in der "Nati" wehe. Die junge Garde mit Affolter, Stocker und Costanzo überzeugte. Letzterer war auch für den letztlich "glückhaften", wie es die Berner Zeitung am Donnerstag formulierte, Sieg mit dem Goldtor verantwortlich.

"Das Tor und der Penalty waren die Aufreger einer nicht langweiligen, aber irgendwie halt doch harm- und gehaltlosen Partien. In Österreich nennen sie es Urlaubsfußball. In Italien sagen sie 'calcio d'estate'", schrieb das Blatt. Den Foulelfer, mit dem ÖFB-Kapitän Christian Fuchs an Keeper Beneglio gescheitert war, stufte die Berner Zeitung als Stolperer von Martin Harnik über das Bein von Affolter ein.

Der "Blick" wählte den Titel "Zum Glück haben wir Costanzo und Benaglio, Yakin ist kein Frei". Hakan Yakin, mit 33 Jahren und sechs Monaten ältester Schweizer, hatte schon vor der Pause die Partie entscheiden müssen. Doch der Luzerner vermochte den gescholtenen Kapitän und Rekordschützen (44 Teamtore) nicht vergessen machen. "Das Vorhaben geht in die Hose", mente dazu der "Blick".

Das "Thuner Tagblatt" schrieb zur Leistung der Österreicher: "Mit Beginn der zweiten 45 Minuten hatte das Heimteam die Initiative übernommen und setzte die Schweiz zweitweise gehörig unter Druck." Der durchaus verdiente Führungstreffer sei der Auswahl von Didi Constantini versagt geblieben. "Weil die Abschlüsse zu unpräzise waren und Benaglio den zuunrecht verhängten Foulpenalty parierte."

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