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Real-Trainer vor allem finanziell zufrieden © APA (epa)

Real-Madrid-Coach Jose Mourinho hat die Verpflichtung des Deutschen Mesut Özil von Werder Bremen als gutes Geschäft bezeichnet.

Real-Madrid-Coach Jose Mourinho hat die Verpflichtung des Deutschen Mesut Özil von Werder Bremen als gutes Geschäft bezeichnet. "Er war ein Spieler, dessen Vertrag 2011 ausläuft, deshalb haben wir ihn für einen Preis bekommen, der weit unter seinem richtigen Marktwert liegt. Einen Spieler seiner Qualität konnten wir uns zu diesen Bedingungen wirklich nicht entgehen lassen", sagte der Portugiese.

Konkrete Angaben zur Ablösesumme machte der Real-Coach aber nicht. Spanischen Medienberichten zufolge wechselte Özil, der einen Fünf-Jahres-Vertrag erhält, für geschätzte 15 Millionen Euro nach Madrid. Vor ihm hatte bereits sein Stuttgarter DFB-Kollege Sami Khedira für das Weiße Ballett unterschrieben. Die Real-Zeit des Niederländers Rafael van der Vaart scheint hingegen abzulaufen. Die Zeitung "Marca" berichtete, dass der Ex-Hamburger wegen des Özil-Transfers Madrid verlassen müsse.

"Ich habe den nächsten Schritt in meiner Karriere gemacht. Real gehört zu den besten Mannschaften der Welt", sagte Özil dem TV-Sender "Sky". Sorge vor einem Scheitern im Land des Welt- und Europameisters hat der Spielmacher nicht. "Überhaupt nicht. Da sind viele Weltstars, darauf freue ich mich. Ich brauche keine Angst zu haben. Ich weiß, welches Potenzial ich habe", sagte er. Ausschlaggebend für die Entscheidung für Real sei das Vertrauen von Mourinho gewesen.

Werder-Trainer Thomas Schaaf, der seit heuer mit Sebastian Prödl und Marko Arnautovic zwei ÖFB-Legionäre unter seinen Fittichen hat, forderte seine Mannschaft auf, den Verlust des Starspielers gemeinschaftlich zu kompensieren. "Wir müssen als Mannschaft stark bleiben", sagte er. Im Kader befänden sich viele Spieler, die Özils Aufgaben übernehmen könnten. Indirekt nannte Schaaf die deutschen Teamspeiler Marko Marin und Aaron Hunt.

Bremens Kapitän, der frühere DFB-Teamspieler Torsten Frings, trauert Özil, der in Madrid rund fünf Millionen Euro pro Jahr verdienen soll, öffentlich jedenfalls auch nicht nach. "Er ist ein Spieler, der wichtig war, aber das Leben geht weiter", sagte der Routinier. "Wir haben Spieler, die genau diese Klasse haben. Die haben jetzt die Chance, sich zu beweisen."

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