vergrößernverkleinern
Religiöse Äußerungen auf dem Platz sind umstritten © APA (Krug)

Der Torjubel des Israeli Itay Shechter im Play-off zur Champions League hat am Mittwoch in Wals-Siezenheim für einigermaßen

Der Torjubel des Israeli Itay Shechter im Play-off zur Champions League hat am Mittwoch in Wals-Siezenheim für einigermaßen große Aufregung gesorgt. Der 23-jährige Stürmer von Hapoel Tel Aviv hatte nach seinem Treffer zum 3:1 gegen Österreichs Fußball-Meister Red Bull Salzburg eine rote Kippa hervorgezaubert, sich diese aufgesetzt und kniend gebetet.

Religiöse Äußerungen werden auf dem Fußball-Platz allerdings nicht gerne gesehen, Shechter erhielt wegen "Unsportlichkeit" die Gelbe Karte. "Ich habe kein Problem damit, dass er das macht", erklärte sein Trainer Eli Guttman. "Wenn sich ein christlicher Spieler nach einem Tor bekreuzigt, ist das für mich auch in Ordnung." Die Kippa ist die traditionelle jüdische Kopfbedeckung.

Für einigen Wirbel hatte die Situation auf der VIP-Tribüne unter Salzburgern und deren Gästen gesorgt. Dabei sei der Jubel laut Guttman eine natürliche Reaktion gewesen. "Der Spieler Shechter hat seit drei Monaten kein Tor mehr geschossen. Er hat nur Gott dafür gedankt, dass er ihm dabei geholfen hat", betonte der Hapoel-Coach. Das Spiel endete 3:2 für seine Mannschaft.

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel