vergrößernverkleinern
Zwei Österreicher vor dem Einzug in die Eliteliga © APA (EXPA/NPH/Kokenge)

Auch wenn für den FC Salzburg und Niklas Hoheneder mit Sparta Prag die Gruppenphase der Fußball-Champions-League in den

Auch wenn für den FC Salzburg und Niklas Hoheneder mit Sparta Prag die Gruppenphase der Fußball-Champions-League in den Heimspielen in weite Ferne gerückt ist, ganz ohne Österreich wird die Auslosung nicht über die Bühne gehen. Zu verdanken ist dies Sebastian Prödl und Marko Arnautovic, die mit Werder Bremen daheim gegen Sampdoria Genua 3:1 gewannen; so vor dem Einzug in die "Königsklasse" stehen.

Prödl ersetzte den verletzten Naldo wie schon im Cup (4:0 auswärts gegen RW Ahlen) gut und spielte neuerlich durch. Der Innenverteidiger war sogar am wichtigen 2:0 in der 67. Minute indirekt beteiligt. Der aufgerückte Steirer wurde nach einem Corner im Strafraum gehalten, den dafür verhängten Elfer verwandelte sein Kapitän Torsten Frings. Arnautovic, der im Cup sein Pflichtspieldebüt gegeben hatte, kam erst in der 89. Minute für Almeida aufs Feld.

Das tat seiner Freude über den über den klaren Erfolg jedoch keinen Abbruch. Er sei sehr glücklich, dass sein neuer Verein so gut gespielt habe. "Wir haben einen ersten Schritt in die Champions League gemacht. Sampdoria ist aber sehr heimstark, also müssen wir auch im Rückspiel aufpassen und konzentriert bleiben", warnte der von Inter Mailand gekommene Wiener, der im Besitz von Twente Enschede war, aus seiner italienischen Erfahrung.

Wie alle im grünweißen Lager ärgerte das Gegentor der Italiener in letzter Minute. "Wir sind dabei, unsere Wettkampfform zu finden. Und wir haben ein gutes Ergebnis erzielt, natürlich war der späte Gegentreffer für uns aber etwas unglücklich", meinte Arnautovic. Er selbst müsse jetzt weiter hart an sich arbeiten und gut trainieren, damit er sich einen Platz in der Mannschaft erkämpfe.

Die nächste Chance eröffnet sich für den ÖFB-Teamspieler schon am Samstag zum Auftakt der Bundesliga auswärts gegen TSG 1899 Hoffenheim. Im Spiel eins nach dem Abgang von Mesut Özil zu Real Madrid hat Aaron Hunt auf der zentralen Spielmacherposition eine starke Leistung geboten. Zu den Einnahmen aus dem Transfer des deutschen WM-Dritten kämen im Falle des Aufstiegs nochmals 15 Millionen Euro an UEFA-Prämie dazu.

Das Geld soll in frisches Blut investiert werden, aber nicht für das Mittelfeld sondern für die Verteidigung. "Wir schauen, ob wir den ein oder anderen Spieler finden, der unser Spiel verbessert", deutete Trainer Thomas Schaaf an. Ein Mann für das Mittelfeld wird es nicht sein. Auf anderen Positionen habe man größeren Bedarf, meinte Sportdirektor Klaus Allofs. Die Abwehr, das wurde nicht nur durch das Gegentor deutlich, entspricht nicht gerade CL-Niveau.

"Dahin geht eher unsere Blickrichtung, dass wir dort noch etwas machen. Wenn sich nichts ergibt, machen wir nichts", erklärte Allofs. Auch Schaaf ärgerte das Sampdoria-Tor kurz vor dem Ende. "Ich habe noch Anweisungen gegeben, aber die sind nicht umgesetzt worden", sagte der Trainer. So habe man aus einem sehr guten Ergebnis ein gutes Ergebnis gemacht. "Das schmälert aber nicht die Art und Weise, wie wir aufgetreten sind", hatte Schaaf auch lobende Worte parat.

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel