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Er wollte nur seine Spieler schützen © APA (Archiv/epa)

Portugals Fußball-Nationaltrainer Carlos Queiroz ist in einer Doping-Affäre für einen Monat gesperrt worden und verpasst den

Portugals Fußball-Nationaltrainer Carlos Queiroz ist in einer Doping-Affäre für einen Monat gesperrt worden und verpasst den Start der EM-Quali. Der Nationalverband brummte Queiroz außerdem eine Geldstrafe von 1.000 Euro auf. Der 57-jährige Coach kam somit am Ende glimpflich davon. Queiroz hatte sogar der Rauswurf gedroht, weil er vor der WM Vertreter der Anti-Doping-Agentur beschimpft haben soll.

Der Trainer wurde jetzt für schuldig befunden, im Trainingslager in Covilha unter anderem den Chef der portugiesischen Antidoping-Agentur, Luis Horta, mit sehr obszönen Worten beleidigt zu haben. Der Disziplinarrat des FPF teilte allerdings mit, die Strafe sei relativ mild ausgefallen, weil es nicht erwiesen sei, dass der Trainer bei dem Zwischenfall im Mai die Arbeit der Kontrolleure über die Beschimpfungen hinaus tatsächlich behindert habe.

Queiroz wird nach dieser Strafe bei den beiden ersten Qualifikationsspielen der Portugiesen zur EM 2012 fehlen. Die "Lusos" treffen zunächst am 3. September daheim in Guimaraes auf Zypern und treten vier Tage später in Oslo bei Norwegen an.

Portugiesische Medien meinen, Queiroz sei durch die Unterstützung gerettet worden, die er vergangene Woche bei einer Anhörung am FPF-Sitz von prominenter Seite bekommen habe. Damals hatten unter anderen Manchester Uniteds Teammanager Sir Alex Ferguson und der frühere portugiesische Nationalstürmer Luis Figo zugunsten des Trainers ausgesagt. "Queiroz ist ein Gentleman und hat das Doping immer bekämpft", erklärte Ferguson. Queiroz beteuerte, er habe im Trainingslager in Covilha lediglich die Privatsphäre seiner Profis schützen wollen.

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