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Walter Kogler steht zu Rolle © APA (epa)

Als Tabellenletzter muss der LASK am Samstag (18.30 Uhr) im Spiel der fünften Runde der Fußball-Bundesliga zu Wacker Innsbruck.

Als Tabellenletzter muss der LASK am Samstag (18.30 Uhr) im Spiel der fünften Runde der Fußball-Bundesliga zu Wacker Innsbruck. Der Aufsteiger hat als Dritter sieben Punkte Vorsprung auf die Linzer "Athletiker", die noch immer ohne Zähler dastehen. LASK-Coach Kraft hofft just an seiner alten Wirkungsstätte auf die Trendwende, Wacker-Trainer Kogler fühlt sich in der Favoritenrolle durchaus wohl.

"Klar sind wir der Favorit, und das zum ersten Mal in dieser Saison", sagte Kogler vor dem Duell. "Das passt und ist auch gut so, das haben wir uns erarbeitet." Innsbruck ist als einziges Team in der Liga noch ungeschlagen, das Zweitrundenspiel gegen Salzburg ist freilich noch ausständig. Doch der einstige ÖFB-Teamspieler warnte zugleich: "Das heißt aber nicht, dass wir die Partie schon gewonnen haben."

Auf genau dieses Quäntchen Überheblichkeit des Gegners hofft hingegen Kraft. "Es kann schon sein, dass sie uns leicht unterschätzen und nicht die Spannung haben, die sie etwa in den Spielen gegen Rapid oder Sturm Graz hatten", meinte der Tiroler, der in Innsbruck bereits zwei Mal das Trainerszepter schwang. "Es liegt an uns, das auszunützen." Statistisch gesehen wird das eine harte Nuss, zuletzt verloren die Tiroler am Tivoli am 13. März, unterlagen damals noch in der Ersten Liga dem FC Lustenau 1:2.

"Wir sind in einer unangenehmen Situation, aber es nützt nichts. Wir müssen uns selbst aus der Misere rausziehen", betonte Kraft. Das weiß auch Kogler. "Beim LASK passt vieles nicht zusammen, wir müssen von Beginn an konsequent und kompakt auftreten, die Schwächen der Linzer ausnützen und selbst nichts zulassen", forderte der 42-Jährige. Der letzte Erfolg über den LASK datiert vom 24. November 2007 - damals feierten die Tiroler unter Kraft am Tivoli einen 2:0-Sieg.

Der nunmehrige LASK-Trainer ist vor dem Spiel gegen eine "gute Mannschaft mit schnellen Spielern und gutem Zweikampfverhalten" dennoch zuversichtlich. "Wir haben einerseits gut trainiert, andererseits konnten wir auch in den letzten beiden Spielen gut mithalten, auch wenn nichts Zählbares blieb", begründete Kraft seinen Optimismus.

Auch eine leichte Entspannung an der Personalfront lässt Kraft wieder Licht am Ende des Tunnels sehen. Neuverpflichtung Emin Sulimani wird zwar erst in der übernächsten Ligapartie gegen Rapid das LASK-Trikot tragen, dafür aber machte sich am Freitag Stürmer Alexander Zickler mit auf den Weg nach Tirol. Der Deutsche Ex-Salzburger konnte wegen einer Leistenverletzung und -Operation noch kein einziges Saisonspiel bestreiten und soll laut Kraft zumindest in der zweiten Hälfte für Gefahr sorgen.

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