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Jungstürmer Alar verbessert sich stetig © APA (Rubra/Brandstetter)

Der Kapfenberger SV und der FK Austria Wien gehen am Samstag (18.30 Uhr) als punktegleiche Tabellennachbarn in ihr Duell zur 5.

Der Kapfenberger SV und der FK Austria Wien gehen am Samstag (18.30 Uhr) als punktegleiche Tabellennachbarn in ihr Duell zur 5. Runde der Fußball-Bundesliga im Fekete-Stadion. Die Obersteirer sind Sechste, die Violetten Fünfte. Der KSV hat zuletzt zweimal gewonnen, die Violetten haben aus zwei Liga-Spielen nur einen Zähler geholt. Aber nicht nur diese Konstellation verspricht Spannung.

"Wir haben uns in Kapfenberg immer schon schwergetan, das sind stets enge Spiele", erinnert sich Austria-Trainer Karl Daxbacher. Wie schwer es dort ist, hat in dieser Saison auch schon Meister Red Bull Salzburg mit dem 0:0 zu spüren bekommen. Die Favoritner, die von vier Partien im Fekete-Stadion (1-2-1) erst eine, am 29.11.2008 mit 2:1, gewonnen haben, erwarten wie zuletzt in Saloniki (0:1) eine schwierige Auswärtspartie.

"Wir müssen die Europa League und Aris aus den Köpfen bringen, dürfen nur an Kapfenberg denken", beschwor Daxbacher seine Truppe, mit der er "natürlich drei Punkte machen" will, obwohl er weiß, dass die Kapfenberger Spieler wieder mit Leidenschaft zur Sache gehen werden. Die Gäste, die Selbstvertrauen für das Heimspiel gegen die Griechen tanken wollen, müssen weiterhin auf Junuzovic, Ortlechner und Acimovic verzichten.

Die Kapfenberger haben sich am Dienstagabend auf die Violetten gemeinsam beim Pizza-Essen vor dem TV-Gerät eingestimmt, in dem sie die Partie aus Saloniki live verfolgten. "Die Austria spielt derzeit den besten Fußball in Österreich", sagte KSV-Coach Werner Gregoritsch anerkennend und fügte mit einem Augenzwinkern hinzu, dass "sie auf das Toreschießen hoffentlich auch gegen uns vergisst".

Konzentriert sein, wenig Chancen zulassen, Gegner beschäftigen uns nicht ins Spiel kommen lassen - das sind jene Punkte, mit denen die violette Serie prolongiert werden soll. Linz und Co. blieben zuletzt nicht nur gegen Aris, sondern zweimal auch in der Liga (0:0 Wr. Neustadt und 0:1 SV Ried) torlos. "Wir müssen bescheiden bleiben, dürfen nicht überheblich werden, aber wir haben das Zeug, auch der Austria wehzutun", glaubt Gregoritsch.

Seine Mannschaft scheine heuer recht früh zu passen. Nach den zwölf Abgängen im Sommer sind mit Mavric, Taboga, Elsneg, Kröpfl usw. "charakterlich einwandfrei neue Spieler" geholt worden. Die Mischung aus Alt und Jung stimme. "Und wir haben alle Spaß. Im Training merke ich, dass jeder lernen, sich weiterentwickeln will", erzählte Gregoritsch aus dem Alltag der Obersteirer, die zuletzt vor eigenem Publikum sechs Liga-Spiele (3-3-0, 8:2Tore) ungeschlagen sind.

Die jüngste Heimniederlage setzte es am 27. März mit dem 0:3 im Derby gegen Sturm Graz. Der bisherige einzige Heimerfolg gegen die Austrianer gelang den "Falken" am 28. Oktober 2009 durch ein Felfernig-Goldtor zum 1:0 im Finish. Die jüngste Liga-Niederlage der Wiener in der Fremde datiert vom 14. März mit dem 0:2 in Hütteldorf. Das 0:1 am 8. August daheim gegen SV Ried war der erste "Nuller" der Austrianer in der Bundesliga nach 15 Partien (12-3-0).

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