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Ribery denkt an "Arbeit von allgemeinem Interesse" © APA (dpa)

Nach Patrice Evra wird auch Franck Ribery gegen die Sanktionen des französischen Fußball-Verbands vorgehen. Der

Nach Patrice Evra wird auch Franck Ribery gegen die Sanktionen des französischen Fußball-Verbands vorgehen. Der Bayern-München-Star war vergangene Woche wegen der Skandale bei der WM in Südafrika für drei Länderspiele gesperrt worden. "Ribery wird diese Sanktion nicht akzeptieren", sagte sein Anwalt Jean-Didier Lange der Zeitung "Le Parisien" (Mittwoch-Ausgabe).

Lange kritisierte die Strafe: "Wenn der Verband nicht selbst die Sache revidiert, orientieren wir uns in Richtung eines Einspruchs. Das ist eine solche Ungerechtigkeit und basiert zudem auf nichts Konkretem", erklärte er. Ribery sei sogar dazu bereit, eine "weniger ungerechte" Sanktion zu akzeptieren, bei der er zum Beispiel einen Tag lang in Frankreich eine "Arbeit von allgemeinem Interesse" verrichten könne.

Evra hatte schon am Montag Einspruch gegen seine Fünf-Spiele-Sperre eingelegt. Sein Anwalt Jean-Yves Foucard meinte, sein Mandant und andere Spieler seien für ein "kollektives Versagen" individuell und unterschiedlich bestraft worden.

Der französische Fußball-Verband bestritt unterdessen eine Aussage von Foucard, wonach ein Einspruch eine aufschiebende Wirkung für die Sperren habe. Somit werden weder Evra noch Ribery dem neuen Nationalcoach Laurent Blanc für die beiden EM-Qualifikationsspiele gegen Weißrussland am 3. September und vier Tage später in Bosnien- Herzegowina zur Verfügung stehen.

Frankreich war in Südafrika nach sportlich und disziplinarisch desaströsem Auftreten nach der Vorrunde ausgeschieden. Schlimmer als Evra erwischte es danach nur Chelsea-Stürmer Nicolas Anelka, der vom Verband für 18 Spiele der "Equipe tricolore" gesperrt wurde. Jeremy Toulalan muss eine Begegnung zuschauen.

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