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Alle Leistungsträger wurden gehalten © APA (Archiv/epa)

Inter Mailand startet einmal mehr als Topfavorit in die italienische Fußball-Meisterschaft, es wäre bereits der sechste

Inter Mailand startet einmal mehr als Topfavorit in die italienische Fußball-Meisterschaft, es wäre bereits der sechste "Scudetto" in Serie für die Schwarz-Blauen. Inter muss jedoch ohne Erfolgscoach Jose Mourinho auskommen, der Portugiese hat nach dem historischen Triple (Meister, Cupsieger, Champions-League-Triumph) Mailand Richtung Real Madrid verlassen.

Sein spanischer Nachfolger Rafael Benitez verzichtet auf große Veränderungen. Stürmer Mario Balotelli wurde an Manchester City verkauft, dafür wurde u.a. der Brasilianer Coutinho von Vasco da Gama verpflichtet. "Wir wollen eine Art von Fußball praktizieren, die die Spieler gut kennen. Dann werden wir das gut funktionierende System noch weiter verbessern", erklärte Ex-Liverpool-Coach Benitez, der beim 3:1-Erfolg im Supercup gegen AS Roma dieselbe Elf wie im gewonnenen Champions-League-Endspiel beginnen ließ.

Der in der vergangenen Saison bei Inter fast nicht eingesetzte Marko Arnautovic wurde zu Werder Bremen transferiert, die wichtigsten Leistungsträger wie Wesley Sneijder, Samuel Eto'o oder Diego Milito blieben aber allesamt. Da Inter am Freitag im UEFA-Supercup gegen Atletico Madrid nach dem fünften Saisontitel greift, steigt die Serie-A-Auftaktpartie der Mailänder erst am Montag in Bologna, wo seit wenigen Wochen György Garics (zuvor Atalanta Bergamo) unter Vertrag steht.

Als erste Herausforderer von Inter werden Vizemeister AS Roma, Stadtrivale AC Milan (mit Neo-Trainer Massimiliano Allegri), FC Genua und trotz einer völlig missratenen vergangenen Saison Juventus Turin gehandelt. Juve, am Donnerstagabend Europa-League-Gegner von Sturm Graz, hat u.a. Milos Krasic verpflichtet, Spieler wie Fabio Cannavaro, Christian Poulsen oder Tiago haben den nun von Luigi Del Neri trainierten Arbeitgeber von Alexander Manninger verlassen. Alessandro Del Piero geht in seine angeblich letzte Saison für Juve.

Nach finanziell schwierigen Jahren sollen viele italienische Vereine in der kommenden Saison wieder schwarze Zahlen schreiben. Verantwortlich dafür soll die Überarbeitung des eine Milliarde Euro schweren TV-Vertrages sein, dadurch sollen Verluste aus den Bereichen Sponsoring und Ticketverkauf wettgemacht werden. In der Saison 2008/09 sollen die Serie-A-Clubs durchschnittlich ein Minus von 8,3 Mio. Euro gemacht haben, bei Inter Mailand waren es sogar 150 Mio. Euro.

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