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UEFA-Präsident Michel Platini © APA (epa/Archiv)

Michel Platini, der Präsident des europäischen Fußball-Verbands UEFA, hat am Donnerstag strikte Konsequenzen für schwache

Michel Platini, der Präsident des europäischen Fußball-Verbands UEFA, hat am Donnerstag strikte Konsequenzen für schwache Schiedsrichter angekündigt. "Wenn man aus drei Metern Entfernung nicht sieht, dass der Ball die Linie überquert hat, dann ist man nicht gut genug. Die Zeit ist gekommen, es gibt keine Entschuldigungen mehr für Schiedsrichter", erklärte Platini in Monaco.

Der Franzose ist überzeugt, dass das Experiment mit fünf Matchoffiziellen in der Europa League und Champions League viele Probleme im und rund um den Strafraum lösen wird. Jeweils ein Assistent hinter der Torlinie hat dabei die Aufgabe, den Haupt-Referee bei Fouls im Strafraum und Torentscheidungen zu unterstützen. "Das ist für mich die einzige Lösung. Ich glaube, das ist ein sehr gutes System", so Platini.

Der UEFA-Boss beharrt darauf, dass mit Hilfe der zusätzlichen Assistenten jede Torsituation aufzuklären ist. "Wenn sie trotzdem nicht sehen, ob es ein Tor war, dann sollten sie einen anderen Job wählen. In dieser Hinsicht sollte es annähernd null Toleranz geben", stellte Platini klar. Der Gedanke an ein Champions-League-Finale mit nur drei Schiedsrichtern würde ihn "nervös" machen, mit dem neuen System könne man "99 oder sogar 100 Prozent sicher sein".

Platinis Ablehnung gegenüber technischen Hilfsmitteln zur Feststellung eines Treffers blieb unverändert. "Dann würde der Schiedsrichter irgendwann überflüssig", sagte Platini und geht damit auf Konfrontationskurs mit dem Weltverband FIFA. FIFA-Präsident Joseph Blatter hatte nach den zahlreichen Fehlentscheidungen während der WM in Südafrika angekündigt, nun doch ernsthaft über die Einführung von technischen Hilfsmitteln im Fußball zu diskutieren.

Für die Qualifikationsspiele zur EM 2012 in Polen und der Ukraine hat die FIFA den Einsatz der zwei zusätzlichen Schiedsrichter hinter der Torauslinie untersagt. Auch Pierluigi Collina, der neue Schiedsrichter-Boss der UEFA, begrüßt das Projekt mit den Torrichtern. Dadurch würde sich auch das Verhalten in den Strafräumen stark verändern, glaubt der ehemalige Top-Referee aus Italien. "Die Spieler müssen jetzt beim Stoßen und Ziehen im Strafraum viel vorsichtiger sein", glaubt Collina, der sich auch eine Veränderung des Images der Unparteiischen wünscht: "Die Schiedsrichter müssen fitter werden, sie sind Athleten unter Athleten.

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