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Begeisterter Empfang für Rapid am Flughafen Wien © APA (Hochmuth)

Als Spieler und Betreuer von Rapid gemeinsam mit den fast 1.400 Fans im Villa Park von Birmingham den Einzug in die Gruppenphase

Als Spieler und Betreuer von Rapid gemeinsam mit den fast 1.400 Fans im Villa Park von Birmingham den Einzug in die Gruppenphase der Fußball-Europa-League feierten, wurden zwei Kicker von Peter Pacult besonders innig umarmt. Der Trainer herzte vor allem Stürmer Atdhe Nuhiu und Torhüter Raimund Hedl, die am Donnerstag beim 3:2 gegen Aston Villa zu den Matchwinnern zählten.

Was er von Pacult ins Ohr geflüstert bekam, wollte Nuhiu nicht verraten. "Er hat sich so wie ich irrsinnig gefreut, und da sind eben viele Emotionen dabei", erklärte der 21-Jährige, der im Sommer von Ried verpflichtet worden war.

In den Plänen von Pacult spielte der 1,96 Meter große Stürmer zunächst keine tragende Rolle, was sich nach dem Abgang von Nikica Jelavic aber schlagartig ändern sollte. Nuhiu stand im Hinspiel gegen Aston Villa in der Anfangs-Elf, erzielte den Treffer zum 1:1-Endstand und war auch im Villa Park zum zwischenzeitlichen 1:1 erfolgreich.

Eigentlich als Perspektivspieler geholt, hat Nuhiu schneller als erwartet die ersten Ausrufezeichen gesetzt. "Gedacht hätte ich es mir nicht, dass es schon früh so gut läuft, aber gewünscht habe ich es mir schon", sagte der ÖFB-U21-Teamspieler, der von seinem Platz in der Startformation im Rückspiel erst bei der Mannschaftsbesprechung erfahren hatte.

Mit dem Stammplatz könnte es jedoch bald wieder vorbei sein. Sollte Rapid tatsächlich noch einen Stürmer engagieren, müsste Nuhiu wohl wieder ins zweite Glied zurück. Während sich die Clubführung noch bedeckt hält, geht der Angreifer davon aus, dass sein Arbeitgeber bis Montag noch einmal auf dem Transfermarkt aktiv wird. "Mit Salihi, Gartler, Trimmel, der auch im Mittelfeld spielt, und mir hat Rapid quasi nur dreieinhalb Stürmer. Das ist für so einen Verein zu wenig."

Dem möglichen neuen Konkurrenten im Angriff versprach Nuhiu einen harten Kampf ums Leiberl. "Es ist egal, wer kommen könnte. Ich muss mich bei Rapid durchsetzen, und das will ich unbedingt schaffen."

Seinen Stammplatz fix hat hingegen Raimund Hedl. Der Goalie-Veteran verdrängte sogar den ehemaligen Team-Tormann Helge Payer auf die Ersatzbank, weshalb der Oberösterreicher nun mit einem Wechsel zu Partizan Belgrad spekuliert. Hedl rechtfertigte das Vertrauen von Pacult mit einer starken Leistung gegen Aston Villa, die in einem gehaltenen Elfer gipfelte. Beim Strafstoß von Stiljan Petrow die richtige Ecke erraten zu haben, sei "eine Bauchentscheidung" gewesen, meinte der Wiener.

Hedl sprach von "einem der schönsten Tage in meiner Karriere" und von einem hochverdienten Weiterkommen. "Diese Leistung gegen Aston Villa ist noch höher einzuschätzen als der Aufstieg vor einem Jahr, weil die Engländer diesmal vorgewarnt waren. Rapid ist eben immer gut für großartige Leistungen. Das ist ein Verein, der besondere Ergebnisse und Erlebnisse liefert."

Die Bestätigung für diese Aussage folgte schon am Freitag um 5.00 Uhr früh, als die Rapidler am Flughafen von rund 600 Fans begeistert empfangen wurden. Besonders gefeiert wurden Pacult und Hedl, dafür gab es Schmähgesänge für Nikica Jelavic, der wegen des Einzugs der Hütteldorfer in die Europa-League-Gruppenphase für die Glasgow Rangers in der Champions League nicht spielberechtigt ist.

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