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Sturm in fünf Duellen ungeschlagen © APA (Schlager)

Fußball-Cupsieger Sturm Graz hat am Sonntag (18.30 Uhr) zum Abschluss der sechsten Bundesliga-Runde im Heimspiel gegen Wiener

Fußball-Cupsieger Sturm Graz hat am Sonntag (18.30 Uhr) zum Abschluss der sechsten Bundesliga-Runde im Heimspiel gegen Wiener Neustadt eine tolle Bilanz zu verteidigen. Die Truppe von Coach Franco Foda ist gegen die Niederösterreicher in fünf direkten Duellen noch ungeschlagen und hat dabei keinen einzigen Gegentreffer hinnehmen müssen.

Viel wird im Duell der punktegleichen Tabellennachbarn davon abhängen, wie die Grazer das Europacup-Out gegen Juventus Turin sowie die damit verbundenen Reisestrapazen verdaut haben. "Nach 24 Stunden muss die Enttäuschung vergessen sein", betonte Sturm-Sportdirektor Oliver Kreuzer nach der 0:1-Auswärtsniederlage in Turin. Motivationsprobleme aufgrund des deutlich weniger prominenten Gegners dürfe es nicht geben. Und die Zielsetzung ist klar: "Am Sonntag müssen gegen Wiener Neustadt drei Punkte her", forderte Kreuzer.

Trotz des Ausscheidens haben Stürmer Roman Kienast und Co. auch Positives aus den beiden Duellen mit dem italienischen Rekordmeister mitgenommen. "Unsere Leistungen waren gut. Wenn wir so auch in der Meisterschaft spielen, hat es jeder Gegner gegen uns schwer", war der Ex-Rapidler optimistisch. Für ein erfolgreiches Abschneiden müssen die Steirer aber ihre Abschlussschwäche, die in den beiden Spielen gegen Juve augenscheinlich war, ablegen.

Das seit Saisonbeginn etatmäßige Sturmduo Imre Szabics und Kienast hat derzeit eine hartnäckige Ladehemmung. Der ungarische Rückkehrer wartet seit seinem Doppelpack beim Bundesliga-Auftakt in Ried am 17. Juli (3:0) schon seit acht Pflichtspielen auf einen Treffer.

Für seinen Sturmpartner Kienast, der es in allen Bewerben bisher immerhin auf vier Saisontreffer gebracht hat, dauert die torlose Zeit nun auch schon seit sechs Partien an. Am 29. Juli hatte der 26-Jährige im Drittrunden-Hinspiel der Qualifikation zur Europa League beim 2:0 gegen Dinamo Tiflis getroffen.

Nach der Verpflichtung von Timo Perthel, der sowohl in der Abwehr als auch im Mittelfeld eingesetzt werden kann, und dem defensiven Mittelfeldspieler Patrick Mevoungou hat Foda personell mehr Alternativen, gegen Wiener Neustadt wird das Duo aber aller Voraussicht nach noch nicht im Einsatz sein. "Wir müssen sie erst im Training kennenlernen", sagte Foda, der vor seinem 175. Bundesligaspiel als Sturm-Coach (76 Siege/41 Remis/57 Niederlagen) steht.

Die Niederösterreicher haben viel gut zu machen. Nach dem tollen Saisonstart mit sieben Punkten aus drei Spielen setzte es für die Elf von Trainer Peter Schöttel zuletzt zwei Niederlagen in Folge, dazu kam das bittere Aus im ÖFB-Cup gegen Dornbirn. "Natürlich ist die Stimmung besser, wenn du gewinnst, als wenn du keine Erfolge hast", sagte Schöttel.

Der Coach hat versucht, seine Mannschaft nach der 0:5-Heimschlappe gegen Ried am Samstag wieder aufzurichten. "Wir haben uns die Fehler auf Video angeschaut und sehr viel gesprochen. Ich hoffe, dass die Mannschaft die richtigen Lehren daraus gezogen hat. Das wird man aber erst am Sonntag sehen", meinte Schöttel.

Gegen die Grazer sei jedenfalls ein komplett anderes Auftreten notwendig, damit die Partie nicht ähnlich negativ wie gegen Ried zu Ende gehe. "Wir dürfen nicht zu viele einfache technische Fehler machen und müssen viel aggressiver in die Zweikämpfe gehen", forderte Schöttel von seiner Mannschaft, in der nur Kostal (gesperrt) und Simkovic (verletzt) fehlen.

Durch die Doppelbelastung des Gegners erhoffte sich der Ex-Rapidler keinen Vorteil für seine eigene Mannschaft. "Das wird sich nicht auswirken. Sie haben gegen Juventus zweimal sehr ordentlich gespielt und trotz des Ausscheidens sicher Selbstvertrauen getankt, sie nehmen vom Kopf her das Positive mit", glaubte Schöttel, der die Grazer als "sehr kompakte Mannschaft" einstufte.

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