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Kienast traf zweimal © APA (Leodolter)

Sturm Graz hat am Sonntag in der sechsten Runde der Fußball-Bundesliga mit dem 4:2 (1:1) gegen Wiener Neustadt den dritten

Sturm Graz hat am Sonntag in der sechsten Runde der Fußball-Bundesliga mit dem 4:2 (1:1) gegen Wiener Neustadt den dritten Saisonsieg gefeiert und damit als einziges der vier "großen" Teams keine Niederlage kassiert. Nach Startschwierigkeiten verwandelte die Elf von Franco Foda einen zweimaligen Rückstand noch in einen Sieg und löste damit Rapid an der dritten Tabellenposition ab.

Guido Burgstaller (20.) und Hannes Aigner (54.) brachten die Niederösterreicher zweimal mit 1:0 bzw. 2:1 in Führung. Ferdinand Feldhofer (35.), Roman Kienast (58.) und Gordon Schildenfeld (60.) führten aber die Wende herbei, ehe Kienast den Sieg perfekt machte (81.). Für Kienast war es bereits der zweite Doppelpack in dieser Saison, schon am 24. Juli hatte er beim 2:0 gegen Kapfenberg getroffen. Wiener Neustadt kassierte die dritte Niederlage en suite und erhielt in diesen drei Partien 13 Gegentreffer.

Die Gäste, die vor allem in der Defensive völlig umgekrempelt waren, nutzten den schwachen Beginn der Grazer, die von der Europa League noch angeschlagen zu sein schienen. Sie wirkten wesentlich frischer, suchten die Konter und gingen prompt auch in Führung: Weil Sturms Abwehr schlief, konnte Burgstaller einen langen Stanislaw-Steilpass in die Spitze erlaufen, umkurvte Gratzei und netzte zum 1:0 ein (20.).

Erst durch einen Standard kamen die Hausherren, bei denen der junge Kainz erstmals in der Liga von Beginn an die rechte Seite beackerte, zurück ins Spiel: Standfest verlängerte den von Bukva getretenen Eckball per Kopf auf die lange Stange, wo Feldhofer schon wartete und zum Ausgleich einköpfelte (35.). In der Schlussphase der ersten Hälfte eroberte sich Sturm wieder ein Chancenübergewicht, Kainz etwa jagte den Ball kurz vor der Pause knapp über das Tor. Der etwas unsichere Schiedsrichter Thomas Gangl übersah zudem ein klares Elferfoul an Weber (44.).

Sturm schien nach Wiederbeginn weiter auf das 2:1 zu drängen, auch wenn neuerlich spielerische Mängel das Geschehen bestimmten. Dass Kienast aber nach Szabics-Flanke per Kopf die große Chance auf die Führung ausließ (53.), sollte sich vorerst rächen: Aigner hechtete in eine Wolf-Flanke und köpfelte aus Kurzdistanz zur neuerlichen Gäste-Führung ein (54.). Nur vier Minuten später machte Kienast dann aber Nägel mit Köpfen, nach einem hohen Ball in den Strafraum schoss er volley aus allerdings abseitsverdächtiger Position zum 2:2 ein (58.).

Die endgültige Wende in einer inzwischen rasanten, spannenden Partie gelang quasi im nächsten Angriff Schildenfeld: Nach einer Ecke segelte der ungedeckte Kroate heran und machte - ebenfalls per Volley - die 3:2-Führung für die "Blackies" perfekt (60.). In der Folge dominierten die Hausherren das Spiel, vergaben dabei aber neuerlich mehrere Möglichkeiten. Just als die Schöttel-Elf nochmals aufkam, machte Kienast schließlich alles klar: Einen Konter schloss der Ex-ÖFB-Teamkicker mit einem schönen Schlenzer ins lange Eck zum Endstand von 4:2 ab (81.).

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