vergrößernverkleinern
Beide erzielten am Wochenende einen Doppelpack © APA (Gindl)

Mit viel Selbstvertrauen sind Marc Janko und Stefan Maierhofer ins Camp der österreichischen Fußball-Nationalmannschaft in

Mit viel Selbstvertrauen sind Marc Janko und Stefan Maierhofer ins Camp der österreichischen Fußball-Nationalmannschaft in Flachau eingerückt. Janko erzielte am Wochenende beim 4:0-Heimsieg von Twente Enschede über Utrecht ebenso zwei Tore wie Maierhofer beim 4:1 seines MSV Duisburg gegen Ingolstadt.

Der Ex-Rapidler freute sich über sein erstes Erfolgserlebnis nach einem enttäuschenden Jahr in England. "Die letzten Monate waren nicht so wie vorgestellt, aber jetzt schaue ich wieder positiv in die Zukunft", erklärte der für ein Jahr von den Wolverhampton Wanderers nach Duisburg verliehene Maierhofer, der sich im Moment bei einem Level von "85 bis 90 Prozent" sieht.

Bei der Kaderbekanntgabe war der Niederösterreicher von Teamchef Dietmar Constantini im positiven Sinn als "Verrückter" bezeichnet worden. "Ich bin immer mit Herz und Leidenschaft dabei, ich bin einer, der immer alles gibt und gewinnen will", so die Eigendefinition des 2,02-Meter-Stürmers.

Mit seinen 28 Jahren zählt der frühere Bayern-Legionär zu den Älteren in der ÖFB-Auswahl. "Ich nehme mich selbst in die Verantwortung, stelle mich gern in den Dienst der Mannschaft und vor die Mannschaft. Und ich gestehe auch Fehler ein", sagte Maierhofer, der schon nach einer Woche in Duisburg in den Spielerrat gewählt wurde.

Der Angreifer wohnt in Düsseldorf und damit nur rund eine Autostunde entfernt von Janko, mit dem ihn eine Freundschaft verbindet. "Ich habe bei ihm auch schon deponiert, dass ich gute Karten für die Champions-League-Spiele von Twente will", schmunzelte Maierhofer. Der zehnfache Internationale (ein Tor) stand mit dem ÖFB-Kapitän auch vor einigen Wochen in engem Kontakt, als Salzburg Interesse zeigte. Ob er dabei vor allem Erkundungen über Trainer Huub Stevens einholte, dessen Verhältnis zu Janko angespannt war, ließ Maierhofer offen.

Dafür betonte Janko, dass sein Wechsel in die Niederlande nicht aufgrund des Disputs mit Stevens zustande gekommen sei. "Ich bin zu Twente gegangen, weil ich den Schritt ins Ausland wagen wollte, nicht weil ich vor Stevens davongelaufen bin." Im Land des Vize-Weltmeister habe er eine neue Fußball-Welt kennengelernt. "Der Fußball hat dort einen anderen Stellenwert, die Infrastruktur ist besser, auch das Tempo im Training und im Spiel ist höher", sagte der ÖFB-Kapitän. Bei Twente agiert Janko als Mittelstürmer neben zwei offensiven Flügeln und einem offensiven Spielmacher. "In diesem System fühle ich mich sehr wohl."

Der Niederösterreicher, der am Montagabend wegen Staus und Flug-Verzögerungen erst mit mehrstündiger Verspätung zum Nationalteam gestoßen war, warnte vor überzogenen Erwartungen zum EM-Quali-Auftakt am Dienstag in Salzburg gegen Kasachstan. "Wir als Österreicher können uns nicht erlauben zu sagen, wir haben ein Schützenfest vor uns. Wenn wir 1:0 gewinnen, bin ich auch froh."

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel