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David Villa war Europas teuerster Sommertransfer © APA (epa)

Die europäischen Fußball-Clubs, allen voran die finanzstärksten in der englischen Premiere League, haben im Transfersommer

Die europäischen Fußball-Clubs, allen voran die finanzstärksten in der englischen Premiere League, haben im Transfersommer deutlich weniger Geld ausgegeben als in den drei Jahren davor. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Wirtschaftsberaters Deloitte, die nach Ende der internationalen Übertrittszeit am Dienstag veröffentlicht wurde.

Demnach haben englische Club rund 350 Millionen Pfund (424 Mio. Euro) für Transfers ausgegeben. Das sind 22 Prozent weniger als 2009. Die Summe markiert zudem den niedrigsten Wert nach drei Jahren Rekordwachstum. Selbst 2007 hatten die Premier-League-Clubs mehr Geld für neue Spieler in die Hand genommen.

Dabei gehen allein mehr als 125 Millionen Pfund (152 Mio. Euro) an Ausgaben - das sind mehr als ein Drittel der gesamten Premier League - im Sommer auf das Konto von Budget-Krösus Manchester City. Salzburgs Europa-League-Gegner hat sein Team dank der Scheich-Millionen aus Abu Dhabi unter anderem mit Yaya Toure, David Silva, Mario Balotelli und James Milner verstärkt. Keiner der vier Spieler war unter 25 Millionen Euro zu haben.

"Generell haben die Absenz neuer Besitzer und das Bestreben der Clubs, ihre Bilanzen auszugleichen, die Lebendigkeit des Transfermarktes reduziert", lautete eine Einschätzung der Experten von Deloitte. Noch größer wurde die bereits vorhandene Ausgabenkluft zwischen England und den weiteren Topligen Spanien, Italien, Deutschland und Frankreich. Dort nahmen die Aufwendungen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum im Sommer um 25 bis 40 Prozent ab.

In Italien wurden 260 Millionen Pfund (315 Mio. Euro), in Spanien (291 Mio. Euro) für neue Spieler ausgegeben. Der teuerste Kicker des Sommers wechselte aber innerhalb Spaniens - WM-Star David Silva von Valencia zum FC Barcelona. Für den 28-jährigen Stürmer legten die hochverschuldeten Katalanen mehr als 40 Millionen Euro hin.

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