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Der Portugiese spielte den Fehlstart herunter © APA (epa)

Jose Mourinho, der neue Trainer Real Madrids, hat den Fehlstart in die spanische Fußball-Liga heruntergespielt. "Ich bin ein

Jose Mourinho, der neue Trainer Real Madrids, hat den Fehlstart in die spanische Fußball-Liga heruntergespielt. "Ich bin ein Coach und nicht Harry Potter", sagte der Portugiese am Mittwoch der Sporttageszeitung "As", nachdem der Vizemeister und Herausforderer von Titelverteidiger FC Barcelona am Sonntag auswärts gegen RCD Mallorca enttäuscht und nur ein 0:0 erreicht hatte.

"Er ist ein Zauberer, und Magie ist Fiktion. Ich lebe hingegen für den Fußball und der ist real", meinte Mourinho nach der ersten aufkommenden Kritik auf die "Nullnummer". Er verteidigte sich auch damit, dass er erst zwei Monate auf dem Feldherrnhügel Reals stehe. "Wissen Sie, wie viele gemeinsame Trainingseinheiten ich mit allen, auch den neuen geholten Spieler absolvierte", frage der "Wunderwuzzi", um sich selbst darauf zu antworten: "Keine zehn!"

Der 47-Jährige, der in der vorigen Saison Inter Mailand zum Triumph in der Champions League sowie auf nationaler Ebene zum Double geführt hatte, soll dem weißen Ballett nach zweijähriger Pause wieder den Titel bringen. "Mein Profil als Trainer ist ein anderes als jenes, das die Coaches der vergangenen Jahre gehabt haben", sagte der Nachfolger von Manuel Pellegrini. Er sei der ideale Mann, um Real die personelle Stabilität langfristig zu bringen, weil er sich vor nichts fürchte.

Mourinho erhielt im Mai von den "Königlichen" einen auf vier Jahre befristeten Kontrakt. Er ist der zehnte Real-Coach seit dem Abgang von Vicente del Bosque 2003. Der neue starke Mann braucht Zeit, und in dieser möchte er auch die beiden deutschen WM-Dritten Mesut Özil und Sami Khedira voll integrieren. Das Duo leidet noch unter Verständigungsschwierigkeiten und hat kein leichtes Leben.

"Sie sprechen kein Wort Spanisch. Sie sagen buenos dias und hola, aber das ich auch schon alles. Sie beherrschen nicht einmal das Englische. Sie sprechen Englisch ein bisschen besser als Spanisch, aber es ist schwer, sich mit ihnen zu verständigen", erzählte Mourinho von seinem Alltag. Ihre Teilnahme am sozialen Leben des Kaders sei gleich Null. "Özil lebt mit Khedira und Khedira mit Özil", sagte der "Messias".

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