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Christoph Knasmuellner mit Louis van Gaal © APA (Archiv/dpa)

Tobias Kainz und Christoph Knasmüllner bereiten sich derzeit mit der neuen österreichischen Fußball-U19-Auswahl in Flachau auf

Tobias Kainz und Christoph Knasmüllner bereiten sich derzeit mit der neuen österreichischen Fußball-U19-Auswahl in Flachau auf das Testspiel am Samstag in Seewalchen gegen Griechenland vor. Im Hinterkopf haben die Beiden aber ein Ereignis von ganz anderer Größenordnung. Ende Juli 2011 steht die U20-WM in Kolumbien auf dem Programm.

Sowohl Kainz als auch Knasmüllner waren Bestandteil jenes U19-Teams, das sich im vergangenen Juli bei der EM in Frankreich einen Startplatz für das Turnier in Südamerika sicherte. Schon rund elf Monate vor dem ersten WM-Match träumt das Duo von einem ähnlichen Husarenstück, wie es der damaligen Truppe von Paul Gludovatz mit Platz vier 2007 in Kanada gelungen ist. Knasmüllner hält selbst den Titelgewinn nicht für ausgeschlossen. "Wir haben einen sehr starken Kader, der sich gut versteht. Wenn man sich gut vorbereitet, kann man sogar das Bestmögliche rausholen", meinte er.

Ohne von Andreas Heraf beim Namen genannt worden zu sein, wurde Knasmüllner nach dem U19-EM-Debakel gegen Frankreich von seinem Teamchef öffentlich an den Pranger gestellt. "Er hat gesagt, ich hätte zurückgeredet und andere Spieler angemault. Zurückgeredet habe ich nicht, aber das mit den Mitspielern stimmt, und dafür habe ich mich entschuldigt", gestand der Youngster.

Für die Vorgehensweise von Heraf hat Knasmüllner nach wie vor wenig Verständnis. "Das gehört sich nicht, dass man damit an die Öffentlichkeit geht." Mittlerweile sei der Disput aber weitgehend abgehakt. "Heraf hat mich danach angerufen und gesagt, jeder bekommt eine zweite Chance. Für mich ist die Sache vergessen", erklärte der Spieler der Bayern Amateure.

Bei der U20-WM in Kanada hatte Knasmüllner so wie Kainz via TV mit Sebastian Prödl und Co. mitgefiebert. "Ich habe mir immer den Wecker gestellt. Das war ein wunderbares Ereignis", erzählte Kainz, der einen ähnlichen Erfolg im kommenden Jahr nicht für ausgeschlossen hält. "Bei der U19-EM haben wir die Erfahrung gemacht, dass es nur auf Kleinigkeiten ankommt. Daraus müssen wir lernen."

Durch den ungünstigen Termin der U20-WM 2011 könnte es für den ÖFB zu massiven Abstellungsproblemen kommen - schließlich stehen sowohl der Heerenveen-Nachwuchsspieler Kainz als auch der bayrische Amateur Knasmüllner zu diesem Zeitpunkt mit ihren Auswahlen mitten in der Meisterschaft. Nach dem aktuellen Wissenstand der beiden Legionäre führte der ÖFB bisher noch keine konkreten Gespräche mit ihren Clubs über eine Freigabe. "Aber bei so einem Ereignis kann ich mir nicht vorstellen, dass einem der Verein Steine in den Weg legt", vermutete Kainz.

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