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Bacary Sagna: "Ein Schlag ins Gesicht" © APA (epa)

"Katastrophal". Knapp und eindringlich brachte die französische Sport-Tageszeitung "Le Monde" am Samstag ihr Fazit der blamablen

"Katastrophal". Knapp und eindringlich brachte die französische Sport-Tageszeitung "Le Monde" am Samstag ihr Fazit der blamablen 0:1-Heimniederlage Frankreichs gegen Weißrussland zu Papier. Der erhoffte Befreiungsschlag nach dem blamablen Abgang des Teams bei der WM in Südafrika blieb zum Auftakt der EM-Qualifikation am Freitag aus - die Talfahrt von "Les Bleus" scheint sich fortzusetzen.

Frankreichs Neo-Coach Laurent Blanc, der den Posten nach der WM vom heftig umstrittenen Raymond Domenech übernommen hatte, war ratlos. "Es ist eine schwere Zeit, nichts läuft für uns. Wir müssen dagegen ankämpfen", sagte der 44-Jährige, nachdem der eingewechselte Sergej Kisljak seine Elf in der 86. Minute in den Abgrund geschossen hatte und dafür sorgte, dass sich die anfänglichen Anfeuerungsrufe der Fans im Stade de France in Spott verwandelten.

"Es war ein Schlag ins Gesicht", erklärte Außenverteidiger Bacary Sagna, dessen Team gegen einen recht harmlosen Gegner in der Defensive eine naive Vorstellung ablieferte. Blanc wiederum bekrittelte die mangelnde Torgefährlichkeit seiner Truppe. "Wir können nicht behaupten, Spieler zu haben, die wissen, wie man Tore schießt", sagte Blanc, "man darf nicht vergessen, dass die zwei besten Schützen in unserem Team, Malouda und Saha, bisher vier Treffer erzielt haben".

Der Weltmeister von 1998 musste auf die vom französischen Verband gesperrten Franck Ribery, Nicolas Anelka, Patrice Evra und Jeremy Toulalan ebenso verzichten wie die von der FIFA gesperrten bzw. verletzten Spielmacher Yoann Gourcuff und Samir Nasri. Die Aussichten für das Auswärtsspiel gegen Bosnien-Herzegowina am Dienstag sind nicht besser. Höchstwahrscheinlich werden die Stürmer Saha und Loic Remy fehlen, die sich beide gegen Weißrussland Blessuren zuzogen.

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